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Müde bin ich

Februar 2018 – Du kannst oft nicht einschlafen, liegst nachts stundenlang wach und fühlst dich am nächsten Tag wie ein Zombie? Dann geht’s dir wie vielen Menschen in Deutschland: Vier von fünf Beschäftigten haben Probleme mit dem Einschlafen oder Durchschlafen.

Und diese Probleme haben Folgen: „Schlaf ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden“, sagt Dr. Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). In sein Schlafzentrum kommen Menschen, die unter chronischer Schlaflosigkeit leiden.

Wer nicht ausgeschlafen ist, ist weniger leistungsfähig, kann sich schlechter konzentrieren und macht mehr Fehler – auch auf der Arbeit oder in der Schule. Müdigkeit kann auch zu Unfällen im Straßenverkehr führen.

Smartphone und Gedanken abschalten

Aber wie kommt es eigentlich zu Schlafproblemen? Oft liegt das an der Anspannung im Alltag. Wer gestresst oder angespannt ist, kann oft nicht einschlafen. Auch Smartphones und Monitore spielen eine Rolle: Der Blauanteil im Licht der LED-Bildschirme, der auch im Sonnenlicht vorkommt, gaukelt dem Körper vor, dass noch nicht Schlafenszeit ist. Bevor du also ins Bett gehst, musst du abschalten – nicht nur die Gedanken, sondern auch das Handy.

Von Lerchen und Eulen

Bei Schülern und Azubis bis 25 Jahren kommt noch ein anderer, ein genetischer Faktor dazu. Schon mal was von Lerchen und Eulen gehört? Lerchen, damit sind die Frühaufsteher gemeint. Das sind die meisten Kinder und älteren Erwachsenen. Eulen, das sind die, die eher später ins Bett gehen und morgens länger brauchen, um richtig wach zu werden. Das hat etwas mit der biologischen inneren Uhr zu tun. Und ab der Pubertät bis etwa 25 sind Jugendliche eher Eulen.

Hier kommen unsere Einschlaftipps:
  • Du sollst dich in deinem Schlafzimmer wohlfühlen. Schaff dir eine angenehme Atmosphäre.

  • Nicht frieren und nicht schwitzen: Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt bei um die 18 Grad.

  • Ab mittags kein Koffein mehr – auch wenn’s schwerfällt.

  • Einschlafen vorm Fernseher macht alles nur schlimmer.

  • Guck nicht auf die Uhr, wenn du nachts wach liegst. Das stresst dich nur.

  • Ausreichende Bewegung an der frischen Luft während des Tages hilft – aber nicht mehr kurz vorm Zubettgehen.

  • Smartphone nicht mit ans Bett nehmen.

  • Alkohol ist keine gute Einschlafhilfe.

  • Schaff dir Einschlafrituale! Warme Milch, heißer Tee, ein Hörbuch – alles, was dir ein angenehmes Gefühl verschafft, ist erlaubt.

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson kann helfen. Viele Krankenkassen bieten das Programm kostenlos als MP3 zum Download an oder schicken dir auf Wunsch eine CD.

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