Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Wie sie funktioniert

So funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung

Die Beitragszahler von heute kommen für die Rentner von heute auf. Aber wie funktioniert das eigentlich genau?

Man kann sich die Rentenkasse wie ein großes Sammelbecken vorstellen. In dieses Becken fließen jeden Monat die Rentenbeiträge aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Beiträge werden aber nicht zurückgelegt, sondern sofort an die derzeitigen Rentner ausgezahlt. Das nennt man Umlageverfahren. Und weil ihr Beiträge zahlt, habt ihr einen Anspruch darauf, dass die nächste Generation später auch eure Rente finanziert.

So funktioniert das mit den Beiträgen

Wer Arbeit hat, zahlt jeden Monat einen Beitrag in die Rentenversicherung ein. Wie hoch dieser Rentenbeitrag ist, hängt vom monatlichen Einkommen ab. Wer mehr verdient, zahlt mehr in die Rentenkasse ein und bekommt dafür später eben eine höhere Rente.

Derzeit beträgt der Rentenbeitrag 18,9 Prozent Prozent des Bruttolohns, also des Lohns vor dem Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Arbeitnehmer zahlen diesen Beitrag nicht allein. Die Hälfte des Rentenbeitrags übernimmt euer Arbeitgeber.

Beispiel

Stell dir vor, du würdest im Monat 1.000 Euro brutto – also vor Abzügen – verdienen. Bei einem Rentenbeitragssatz von 18,9 Prozent fallen also 189 Euro für die Rentenversicherung an. Diesen Beitrag teilt ihr euch mit eurem Arbeitgeber. Jeder zahlt also 94,50 Euro. Für euren Bruttolohn und seinen Anteil am Rentenbeitrag gibt euer Arbeitgeber insgesamt also 1.094,50 Euro aus, weil er seinen Anteil obendrauf zahlen muss. Auch die Beiträge für die Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Euer Arbeitgeber zieht euren Anteil vom Bruttolohn ab und überweist ihn mit seinem Anteil und den anderen Sozialversicherungsbeiträgen an eure Krankenkasse. Die leitet die Rentenversicherungsbeiträge dann an die Rentenversicherung weiter.

Wer besonders viel verdient, muss aber nicht auf jeden Euro seines Einkommens Rentenbeiträge zahlen. Es gibt dafür eine Obergrenze. Wer mehr verdient, muss für das Einkommen, das über der Grenze liegt, keine Beiträge zahlen. Weil damit die Höhe eurer Beiträge nach oben begrenzt ist und sich die Höhe eurer Rente nach diesen Beiträgen richtet, hat auch eure spätere Rente eine rechnerische Obergrenze.

Jeder hat ein Versicherungskonto

Die Deutsche Rentenversicherung führt für jeden Versicherten ein Konto, in dem alle Daten gespeichert werden: wann ihr Beiträge gezahlt habt, ob ihr Kindererziehungszeiten hattet, arbeitslos wart oder ob ihr zum Beispiel einen freiwilligen Dienst geleistet habt. Das Konto wird unter eurer Versicherungsnummer geführt, die ihr spätestens bei eurem ersten versicherungspflichtigen Job bekommt. Die Daten in diesem Konto sind wichtig, weil sich daraus eure Rente errechnet. Wenn ihr wissen wollt, ob alles gemeldet ist, könnt ihr jederzeit euren Versicherungsverlauf anfordern.

So hoch ist die Rente

Die Rentenhöhe hängt davon ab, wie viel Rentenbeiträge in welcher Höhe ihr während eures Arbeitslebens eingezahlt habt. Und weil die Beiträge vom Lohn abhängen, gilt: Je länger ihr arbeitet und je mehr ihr dabei verdient, desto höher ist später eure Rente. Berücksichtigt werden aber auch Kindererziehungszeiten, Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst.

Ein Rentner, der 45 Jahre gearbeitet hat und dabei immer so viel verdiente wie der Durchschnitt aller Versicherten, bekommt derzeit in den alten Bundesländern eine monatliche Altersrente von rund 1.263 Euro brutto. In den neuen Bundesländern sind es rund 1.121 Euro brutto. Davon werden noch die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Rentner müssen, wenn sie versicherungspflichtig sind, einen Teil ihres Krankenversicherungsbeitrags selbst zahlen, den anderen Teil übernimmt die Rentenversicherung. Den Beitrag zur Pflegeversicherung müssen Rentner allein zahlen.

Mit der Renteninformation planen

Damit ihr wisst, mit welcher Rente ihr später rechnen könnt, schickt euch die Rentenversicherung einmal im Jahr eine Renteninformation. Die bekommt ihr erstmals mit 27 Jahren, wenn ihr mindestens fünf Jahre Rentenbeiträge eingezahlt habt. Die Renteninformation hilft euch, die Altersvorsorge besser planen zu können.

Rentenblicker: Profile im Überblick

Weiterführende Informationen