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Glossar

Wenn ihr anfangt, euch mit dem Thema Rente zu beschäftigen, tauchen auf einmal viele Begriffe auf, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Wie zum Beispiel Umlageverfahren oder Rentenformel. Diese und weitere wichtige Begriffe wollen wir euch im Glossar erklären.

Buchstaben

Übergangsbereich

Wenn dein Bruttoeinkommen im Übergangsbereich zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro im Monat liegt, musst du nicht die vollen Beiträge zur Sozialversicherung zahlen. Mit dieser Regelung will der Gesetzgeber Menschen mit geringem Einkommen entlasten. Für Azubis gilt diese Regelung allerdings nicht.

Beiträge zur Sozialversicherung werden in diesem Bereich nur von einem Teil deines Arbeitsentgelts berechnet. Der beitragspflichtige Anteil wächst, je höher dein Gehalt ist. Die Sozialabgaben für dich fallen dadurch geringer aus, dein Arbeitgeber muss aber den vollen Anteil an Sozialversicherungsbeiträgen für dich zahlen. Und du hast in diesem Übergangsbereich einen Vorteil: Auch für deine reduzierten Sozialbeiträge bekommst du die volle Rente.

Übergangszeiten

Als Übergangszeit wertet die Deutsche Rentenversicherung die Zeit zwischen Schulende und dem Beginn deiner Ausbildung oder deines Studiums. Diese Zeiten werden für deine spätere Rente auf deinem Rentenkonto angerechnet. Die Rentenversicherung zählt sie automatisch, wenn der Übergang zwischen Schule und Ausbildung nicht länger als vier Monate dauert. Wenn der Zeitraum länger ist, meldest du dich am besten bei der Bundesagentur für Arbeit als „Ausbildungsplatz suchend“. Denn Zeiten der Ausbildungsplatz-Suche zählen auch für die Rente.

Mehr dazu erfährst du im Erklärvideo Übergangszeiten.

Umlageverfahren

Die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich über das Umlageverfahren. Das bedeutet, dass eure Beiträge gleich an die Rentner von heute ausgezahlt werden. Eure Beiträge werden also nicht wie beim Kapitaldeckungsverfahren langfristig angelegt. Durch eure Beiträge erwerbt ihr selbst einen Anspruch auf eine Rente im Alter, die dann von der nächsten Generation finanziert wird. Das nennt man auch den Generationenvertrag.

Hier geht's zum Video zum Umlageverfahren

Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist einer der fünf Zweige der Sozialversicherung in Deutschland. Sie springt ein, wenn du auf der Arbeit oder auf dem Weg dorthin einen Unfall hattest oder durch die Arbeit krank geworden bist. Sie zahlt deine Behandlung, eine eventuell nötige Reha und im schlimmsten Fall auch eine Rente. Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung zahlt dein Arbeitgeber. Neben der gesetzlichen gibt es auch private Unfallversicherungen. Die kannst du bei Versicherungsunternehmen abschließen und musst dafür Beiträge zahlen. Die Versicherung zahlt meistens nur, wenn du durch einen Unfall bleibende Schäden davongetragen hast.

 

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