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Tipps für Schülerzeitungsredakteure


Ihr wollt eine Schülerzeitung gründen, wisst aber noch nicht wie? Hier findet ihr Tipps, wie es gehen kann:

- Wie ihr mit den richtigen Leuten durchstartet.
- Welche Technik ihr braucht.
- Wie ihr das nötige Geld auftreibt.
- Wie ihr eine spannende Reportage schreibt.
- Welche journalistischen Möglichkeiten es gibt.
- Was gute Fotos ausmacht.
- Worauf ihr in Sachen Presserecht achten müsst. 

Das und vieles mehr erfahrt ihr hier kurz und bündig. Dazu gibt es auch Themenvorschläge und Hilfen für die Recherche. Das Angebot wird regelmäßig erweitert. Also klickt immer mal wieder rein.

 

TIPPS FÜR ZEITUNGSMACHER


Überblick

Starten:       

undefinedGründung
undefinedTeam
undefinedTechnik
undefinedFinanzierung

Schreiben:       

undefinedNachricht
undefinedBericht
undefinedReportage
undefinedInterview
undefinedKommentar

Gestalten:       

undefinedFotografieren
undefinedBildbearbeitung
undefinedTypografie
undefinedLayout
undefinedInfografik
undefinedSchülerzeitung online

Organisieren:   

undefinedRecherchieren
undefinedThemenplan
undefinedZeitplan
undefinedÖffentlichkeitsarbeit

Recht:       

undefinedPresserecht
undefinedJugendpresseausweis

Themenvorschläge:       

undefinedBerufsstart – eine neue Welt entdecken

 

 

 

STARTEN


Gründung

Für den Erfolg eurer Schülerzeitung braucht ihr genug Mitarbeiter: Autoren, Fotografen, Blattmacher, Anzeigenverkäufer, Gestalter und Vertriebspersonal. Macht Werbung für eure Idee: am Schwarzen Brett, im Intranet, bei Lehrern, beim Schulfest oder bei einer Projektwoche. Veranstaltet ein Auftakttreffen mit allen Beteiligten und verteilt die Aufgaben. Einer oder eine kleine Gruppe muss die Organisation übernehmen. Denn bevor es endgültig losgeht, müssen auch technische Fragen geklärt sein: Auflage, Format (Seitengröße), Häufigkeit des Erscheinens, Anzeigenanteil, Druckverfahren, Verkaufspreis und so weiter. Tipps dazu findet ihr in unseren Stichworten.

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Team

Eine Zeitung besteht nicht nur aus dem Chefredakteur. Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Funktionen, ohne die auch eine Schülerzeitung nicht erscheinen könnte. Einige Beispiele:

Autoren liefern Berichte, Reportagen, vielleicht auch Gedichte und Kurzgeschichten.

Redakteure planen den Inhalt, vergeben die Textaufträge, recherchieren und schreiben selbst. Sie bearbeiten die Beiträge der Autoren, kümmern sich um Überschriften und Bildtexte.

Fotografen berichten in Bildern über das aktuelle Geschehen.

Grafiker vermitteln Informationen in Infografiken und gestalten die Zeitungsseiten.

Anzeigenverkäufer sprechen potenzielle Anzeigenkunden an, sie akquirieren, so der Fachbegriff.

Vertriebsleute kümmern sich darum, dass die Zeitung auch zum Leser kommt. Das muss organisiert werden.

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Technik

Ohne Computer läuft nichts. Bei der Zeitungsproduktion finden die meisten Arbeitschritte am PC oder Mac statt. Das beginnt mit den Recherchen. Vieles lässt sich schnell mal „googeln“, sollte aber durch eigenes Nachfragen immer überprüft werden. Texte werden am Computer geschrieben, Bilder bearbeitet und Seiten in einem Layoutprogramm zusammengefügt. Daraus entstehen schließlich die druckfertigen Dateien für die Druckerei.

Außer dem PC/Mac selbst braucht es also diverse Software: Text- und Bildverarbeitung, DTP-Programm (Desktop Publishing = Layout) und dazu noch Hilfsprogramme wie Scannersoftware, Bilddatenverwaltung und ähnliches. Wenn euch die Schule keine Geräte und Programme zur Verfügung stellen kann, wird das natürlich schnell teuer. Außer ihr findet Sponsoren – ein Fall für die Akquisiteure (siehe undefinedTeam).

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Finanzierung

Eine Schülerzeitung kostet Geld. Für Computer und Programme, Kameras, Papier und Druck müsst ihr bezahlen – wenn es nicht die Schule tut. Für Schülerzeitungen gibt es mehrere Einnahmequellen:

- Verkaufspreis
- Anzeigenerlöse
- Zuschüsse
- Spenden
- Sponsorengelder

Der Verkaufspreis allein deckt selten die Kosten einer Zeitung. Sie wäre dann so teuer, dass niemand sie mehr kaufen würde. Wichtigste Einnahmequelle der Presse – auch der Schülerpresse – sind daher Anzeigen. Dazu müsst ihr gute Verbindungen zu Firmen und Geschäften am Schulort aufbauen.

Zuschüsse zum Beispiel vom Förderverein der Schule oder Spenden von Eltern oder dem Elternbeirat wären natürlich wünschenswert, sind aber eher die Ausnahme. Außerdem gilt für Zuschüsse dasselbe wie für Sponsorengelder aus der Wirtschaft. Sie können die Unabhängigkeit der Berichterstattung in der Zeitung beeinflussen. Also Vorsicht! Am besten, ihr trennt Geldbeschaffung und Redaktion strikt voneinander.

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SCHREIBEN


Nachricht

Die Nachricht ist das Kernstück eines Mediums. Leute lesen Zeitung, weil sie darin Neues erfahren. Das gilt letztlich auch für eine Schülerzeitung. Achtet darauf, dass eure Nachrichten oder Meldungen die Leser wirklich interessieren, weil sie zum Beispiel

- ungewöhnlich sind,
- Neuigkeiten enthalten,
- eine dramatische Geschichte erzählen.

Wenn die 10 b letzten Monat zur Klassenreise in Berlin war, interessiert das bestenfalls noch die Schüler dieser Klasse. Wenn aber zwei Schüler der 10 b im Berliner Tiergarten nach wilder Verfolgung einen Taschendieb dingfest gemacht haben, der zuvor eine alte Frau beklaut hat, ist das eine Story.

- Nachrichten müssen die Leser fesseln. Also immer das Besondere suchen.
- Nachrichten müssen Antwort geben auf wichtige Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum?
- Das Wichtigste kommt immer im ersten Satz. Der muss notfalls auch allein stehen können.
- Die anderen Informationen werden, nach Wichtigkeit sortiert, danach Satz für Satz abgehandelt.

Ganz wichtig: Immer neutral bleiben. Eine Nachricht ist kein Kommentar.

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Bericht

Der Bericht ist im Prinzip der große Bruder der Nachricht. Es gelten dieselben Regeln: Objektivität, wichtige Informationen zuerst, weniger wichtige am Ende. Der Bericht hat aber mehr Platz: Wird eine Information in der Nachricht noch in einem Satz abgehandelt, kann sie im Bericht auch mal einen ganzen Absatz füllen.

Ein Bericht kann auch Hintergrundinformationen, längere Originalzitate von Beteiligten oder Einzelheiten aus der Vorgeschichte des Ereignisses enthalten. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Der Leser will unterhalten werden. In jedem Absatz muss er etwas Neues, Interessantes oder Ungewöhnliches erfahren, damit er den Text zu Ende liest und nicht vorher aussteigt.

Beobachtet euer eigenes Leseverhalten, wenn ihr Zeitung lest. Wird ein Artikel langweilig, hat man schnell weitergeblättert. Damit das nicht passiert, muss eure Geschichte informativ und spannend bis zum Schluss bleiben. Eine echte Herausforderung.

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Reportage

Die Reportage ist die Königsdisziplin des Journalismus. Der Reporter berichtet nicht einfach über ein Ereignis, er schildert, was er erlebt. Scheinbar unwichtige Details können eine Rolle spielen, wenn der Reporter zum Beispiel die Atmosphäre am Ort des Geschehens schildert. Es ist eine redaktionelle Entscheidung, welches Thema sich für eine Reportage eignet. Was ist interessanter?

- Die Nachricht, dass die Garten-AG der neunten Klasse den Schulgarten neu gestaltet hat

oder

- eine Reportage, die detailliert beschreibt, dass die Rosen im vorderen Teil des Gartens tiefrot blühen, die Sonnenblumen gelb leuchten und unzählige Hummeln um die Lavendelblüten herumsummen.

In der Reportage nimmt der Reporter den Leser quasi an die Hand und führt ihn an den Ort des Geschehens. Deswegen darf sie ruhig auch im Präsens geschrieben werden, selbst wenn die Ereignisse bei Erscheinen der Zeitung bereits Vergangenheit sind. Dennoch muss sich der Reporter selbstverständlich an die Tatsachen halten. Er erfindet nichts hinzu und kommentiert nicht.

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Interview

Im Interview steht ein für die Leser möglichst interessanter Gesprächspartner dem Journalisten Rede und Antwort – entweder zur Sache, zu seiner Meinung oder seiner Person. Die Gewichtung hängt vom jeweiligen Thema ab. Wie erfolgreich ein Interview verläuft, bestimmt nicht der Gesprächspartner allein. Der Fragesteller hat großen Einfluss darauf durch

- eine gründliche Vorbereitung: Je besser man über die Person und das Thema Bescheid weiß, desto besser kann man auf den Gesprächspartner eingehen und auf den Gesprächsverlauf reagieren.

- interessante Fragen: Man sollte sich vorher genau überlegen, was man in welcher Reihenfolge fragen will. Dazu gehört auch, sich über mögliche Antworten Gedanken zu machen.

- gezieltes Nachfragen: Auf eine überraschende Bemerkung des Gesprächspartners sollte man natürlich durch Nachfragen reagieren und nicht sklavisch am ursprünglichen Fragenkatalog festhalten.

- kurze und präzise Fragen: Wer zuerst ein Referat hält, bevor er endlich zur Frage kommt, kann keine interessante Antwort mehr erwarten.

- die richtige Mischung aus offenen und geschlossenen Fragen: Fragen, die mit einem W-Fragewort beginnen (wer, was, wann, wo, warum), sind offene Fragen, sie geben dem Gesprächspartner die Gelegenheit, ausführlicher als mit Ja oder Nein zu antworten. Geschlossene Fragen dienen mehr dazu, jemanden auf eine bestimmte Antwort festzunageln: Haben Sie das gemacht: ja oder nein?

Die Niederschrift eines Interviews darf durchaus sprachlich korrigiert werden und sollte dem Gesprächspartner vor Veröffentlichung zur Freigabe vorgelegt werden. Das schützt vor Missverständnissen.

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Kommentar

Ein Kommentar dient nicht der Vermittlung von Informationen, sondern transportiert die Meinung des Autors. Die erste Überlegung sollte daher sein: Interessiert die Leute mein Geschwätz wirklich? Ist das Thema interessant genug und bin ich wirklich derjenige, der die Leser mit seinen eigenen Ansichten beglücken sollte? Wenn ja, dann nur Mut. Wichtig ist aber, dass auch im Kommentar niemand verletzt oder verunglimpft wird. Was zählt, sind Argumente zur Sache, nicht aber polemische Attacken.

Vielleicht ist es interessant, einen Gastautor für einen Kommentar zu gewinnen. Dieser sollte in der Leserschaft einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Es muss nicht gleich ein Fernsehstar sein, ein lokal Prominenter tut es auch. Die Leser sollten sich allerdings für die Meinung des Autors interessieren.

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GESTALTEN


Fotografieren

Der Leser sieht zuerst auf das Bild. Mit Fernsehen, Internet, Zeitschriften leben wir in einer Bilderwelt und fast jeder hat inzwischen eine Digitalkamera oder ein Handy mit Kamerafunktion. Doch was im Internet noch gut aussieht, fällt im Druck oft stark ab. Der Automatikmodus reicht für eine gute Druckqualität selten aus. Ihr solltet daher auch ohne Automatikmodus fotografieren können. Blende, Brennweite, Belichtungszeit und ISO-Zahl sollte ihr also kennen. Für eine gute Druckqualität sind 300 dpi erforderlich. Mit diesen „dots per inch“ oder auch „Punkten pro Zoll“ ist die Auflösung einer Druckdatei gemeint. Im Druck wird das Bild in kleine Punkte umgewandelt – Fachleute sagen „gerastert“. Ist die Auflösung zu gering, erscheint das Bild pixelig.

Wer nicht weiß, wie er ein Thema fotografieren soll, kann sich im Internet Bildbeispiele suchen und sie für seine Situation umsetzen: am besten mehrere Aufnahmen aus unterschiedlicher Perspektive, im Hoch- und Querformat. Experimentiert auch mal, denn Leser mögen Bilder mit Witz. Wie es geht, zeigt euch zum Beispiel die Seite <Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.jugendfotos.de. Angehende Fotografen können auch eine AG oder einen Kurs der Volkshochschule besuchen.

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Bildbearbeitung

Aus blond mach braun? Elektronisch ist das überhaupt kein Problem. Aber Fotos dürfen nicht verändert werden. Retuschieren ist genau so wenig erlaubt wie das Spiegeln von Bildern. Ihr dürft, was Farbe anbelangt, lediglich aus einem Farb- ein Schwarz-Weiß-Bild machen. Um Effekte zu erzielen, könnt ihr das Bild beschneiden. Das ist dann erlaubt, wenn dadurch die Bildaussage nicht verfälscht wird. Richtige Hingucker sind zum Beispiel ungewöhnliche Bildausschnitte in einem sehr breiten und flachen oder sehr hohen und schmalen Format. Denkt dran: Der Bildtext muss erklären, was auf dem Bild zu sehen ist. Und der Name des Fotografen oder der Fotoagentur gehört dazu.

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Typografie

Wer liest schon gern mit der Lupe? Damit der Leser bei der Stange bleibt, wählt ihr für den Fließtext eine Schrift ohne Schnörkel aus. Sehr gut lesbar sind alle Antiqua-Schriften wie New Times Roman und Garamond. Für Überschriften eignen sich ebenfalls am besten schlichte Schriften wie Arial und Verdana. Der Text wird in Spalten gegliedert. 30 bis 40 Zeichen pro Zeile sind das Optimum, mehr (aber auch weniger) sind schwerer zu verdauen. Bei einer Zeitung mit DIN A5 im Hochformat sollten zwei Spalten nebeneinander stehen, bei einem Format von DIN A4 drei. Absätze gliedern den Text. Sind sie zu lang, ermüdet das den Leser.

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Layout

Das Layout ist ein wichtiges Merkmal der Zeitung. Für Schülerzeitungen empfiehlt sich ein DIN-A5-Format; es ist leicht zu gestalten. Ob schwarz-weiß oder farbig, hängt vom Geld ab. Die Gesamtseitenzahl muss aus drucktechnischen Gründen durch vier teilbar sein. Eine klare Schrift steigert das Lesevergnügen. Da der Leser immer zwei Seiten gleichzeitig im Blick hat, sollten gegenüberliegende Seiten auch als Doppelseiten gestaltet werden. Bilder und Überschriften nimmt der Leser übrigens als erstes wahr, dann folgen Bildunterschriften und Text. Um Chaos zu vermeiden, legt auf einem Plan fest, wo welcher Artikel später stehen soll.

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Infografik

Infografiken ergänzen Text und Bild und vermitteln Informationen. Vor allem Zahlen können Leser durch eine Infografik leichter erfassen: Sie können darauf beispielsweise auf einen Blick erkennen, wie sich die Schülerzahlen entwickelt haben oder wie die Kosten für Kopiergeld gestiegen sind. Für den Leser ist die Infografik am verständlichsten, wenn sie einfach und übersichtlich aufgebaut ist. Sie soll keine Computerkunst sein. Standardinfografiken gibt es in Computerprogrammen.

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Schülerzeitung online

Vor dem Computer sitzen die meisten sowieso jeden Tag, weshalb soll nicht auch die Schülerzeitung online gehen? Etwa 200 Zeitungen machen das schon, berichtet die Organisation Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterJugendpresse, die meisten von ihnen zusätzlich zur Druckausgabe. Die Vorteile: Kein Zeitverlust durch Druck und Layout; es wird deshalb billiger, man kann mit mehr Bildern arbeiten; auch für Diskussionsforen gibt es Platz; man kann schnell auf aktuelle Themen reagieren.

Zusätzlicher Aufwand: Wenn ihr die Seiten nicht in regelmäßigen Abständen aktualisiert, guckt irgendwann keiner mehr rein. Und irgendwie müsst ihr auch auf eure Seite aufmerksam machen – am besten in der gedruckten Schülerzeitung. Bestimmte Formalien wie Presserecht oder Impressum gelten natürlich auch im Internet.

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ORGANISIEREN


Recherchieren

Ein guter Journalist hält Augen und Ohren offen, um Themen zu finden. Dann muss er recherchieren, Informationen überprüfen, Zusammenhänge richtig wiedergeben. Das Zauberwort heißt „investigativer Journalismus“. „Investigativ“ kommt vom Lateinischen „investigare“ (nachforschen, auskundschaften). Der erste Schritt dazu ist es schon, ein Thema zu finden: etwas Neues aus dem Schulleben, eine Reportage über eine außergewöhnliche Aktion oder etwas, das die Schüler kritisieren. Seid neugierig und fragt nach den Hintergründen: Warum ist ein fest eingeplanter Lehrer doch nicht da? Warum sind in einem Kurs die Noten so viel besser als in einem anderen? Weil jedes Ding zwei Seiten hat, müssen verschiedene Aussagen berücksichtigt werden. Das gilt vor allem bei Kritik.

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Themenplan

Um sich nicht zu verzetteln, ist ein Themenplan prima. Dafür setzt ihr euch am besten zusammen und listet auf, was für die Leser interessant sein könnte. Was ist neu, was hat sich geändert und warum? Hat vielleicht jemand einen Wettbewerb gewonnen oder ein ausgefallenes Hobby, bietet sich das für ein Interview an. Im Themenplan solltet ihr auch festlegen, welche Beiträge unbedingt in der nächsten Ausgabe erscheinen müssen, weil sie sonst nicht mehr aktuell sind, und welche sich „schieben“ lassen, wenn zu viel Material vorliegt. Sprecht auch die Länge der einzelnen Themen ab, das hilft euch beim Layout.

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Zeitplan

Alle Mitarbeiter einer Schülerzeitung müssen sich an einen Zeitplan halten. Er vermeidet nicht nur Streitereien. Er sorgt vor allem dafür, dass eure Zeitung zum vorgesehenen Termin erscheint. Achtet darauf, dass der Zeitplan euch viel Luft lässt. Sonst muss doch alles auf den letzten Drücker durchgezogen werden. Es müssen vielleicht Interviews geführt werden, und der gewünschte Interviewpartner steht nicht immer sofort auf der Matte. Manche Themen müsst ihr zeitaufwändig recherchieren. Und: Gründlich Korrektur lesen. Besser ihr entdeckt die Fehler als die Leser. Bei Druckerzeugnissen müsst ihr auch Zeit für das Anliefern, Drucken und Abholen der Exemplare einkalkulieren.

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Öffentlichkeitsarbeit

Die beste Öffentlichkeitsarbeit ist eure Schülerzeitung selbst – wenn sie regelmäßig erscheint (mindestens viermal im Jahr wäre gut). Schulintern könnt ihr auf euch und eure Arbeit durch regelmäßige Termine aufmerksam machen, vielleicht an einem Schwarzen Brett mit aktuellen Nachrichten. Informiert über eure Arbeit und bietet die Möglichkeit an, Artikel einzureichen. Bezieht Jüngere mit ein, sie können die Zeitung weiterführen, wenn ihr die Schule beendet. Ein eingängiger Name, als Logo gestaltet, und ein witziger Slogan, die immer wieder auftauchen, machen eure Schülerzeitung wiedererkennbar; T-Shirts mit Logo oder Slogan machen euch als Redaktion bekannt. Nach außen bieten sich Gespräche und eventuell eine Zusammenarbeit mit der örtlichen Tageszeitung an. Dieser könnt ihr auch interessante Meldungen anbieten. Ehrgeizige können auch an Schülerzeitungswettbewerben teilnehmen.

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RECHT


Presserecht

Die Pressefreiheit ist viel wert. Doch mit der Freiheit muss der Journalist sorgfältig umgehen. Über die Pressefreiheit in Politik und Gesellschaft wacht der deutsche Presserat, eine Einrichtung zur freiwilligen Selbstkontrolle der Medien. Er beschäftigt sich auch mit Beschwerden gegen die Medien. Damit es dazu gar nicht erst kommt, orientieren sich gute Journalisten am Pressecodex des Presserats oder vom „Netzwerk Recherche“, einer Journalistenvereinigung. Wichtige Grundsätze: Journalisten sollen nur über die Wahrheit berichten und die Würde des Menschen wahren. Journalisten recherchieren sorgfältig und machen keine versteckte Werbung in ihren Artikeln. Personenfotos werden nur mit Zustimmung der Aufgenommenen veröffentlicht. Bildunterschriften dürfen keinen Anlass zu Spekulationen oder Missverständnissen geben.

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Jugendpresseausweis

Ein Jugendpresseausweis ist eine feine Sache. Er erleichtert euch die Arbeit, weil ihr damit Behörden und Veranstaltern nachweisen könnt, dass ihr für eine Schülerzeitung arbeitet. Aber Vorsicht: Den Jugendpresseausweis solltet ihr euch auf jeden Fall von einem Jugendpresseverband ausstellen lassen, der dafür auch Tätigkeitsnachweise verlangt. Ansonsten gelten die Ausweise bei Behörden und Veranstaltern als „unglaubwürdig“, und ihr habt den Schwarzen Peter in der Hand – und noch dafür bezahlt. Jugendpresseverbände in Deutschland und ihre Angebote findet ihr im Internet unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.jugendpresse.de.

Weitere Tipps für Schülerzeitungsmacher gibt es auch unter Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.schuelerzeitung.de.

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Themenvorschläge


Berufsstart - eine neue Welt entdecken

Das Thema Berufsstart ist spannend, auch für Schülerzeitungsmacher. Denn Berufsstarter wechseln aus einer vertrauten Umgebung in eine neue Welt. Der Rentenblicker gibt euch Tipps, wie ihr das Thema in eurer Schülerzeitung bringen könnt. Worauf ihr als Zeitungsmacher dabei achten solltet, erfahrt ihr undefinedhier.

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