Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Neues in 2017

Wenn mehr Mindestlohn zu weniger Arbeitszeit führt, dein Chef dir Strom spendet und neue Ampeln für dich leuchten, weißt Du: Es ist 2017.

Januar 2017 – Hat sich der Böllernebel verzogen, gelten zahlreiche neue Gesetze für die Altersvorsorge, Waisenrente, den Minijob und für Radfahrer.

Altersvorsorge

Willst du 2017 eine Riester-Rente abschließen, solltest du dir jetzt von verschiedenen Anbietern Angebote einholen und jeweils ein Produktinformationsblatt geben lassen. Diese neuen „Beipackzettel“ sind maximal drei Seiten lang und klären dich über wichtige Details wie die Kosten oder die Chance-Risiko-Klasse eines Produktes auf.

Waisenrente

Wenn du eine Waisenrente beziehst, bist du jetzt in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert. Maximal bis zum vollendeten 25. Lebensjahr musst du aber keine Beiträge aus deiner Waisenrente zahlen. Diese neue Regelung gilt für diejenigen Bezieher von Waisenrente, die bislang bei einer gesetzlichen Krankenkasse entweder über die sogenannte Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert, familienversichert oder freiwillig versichert waren. Auch wenn du bisher eine Waisenrente bezogen hast und privat krankenversichert gewesen bist, kannst du von der neuen gesetzlichen Krankenversicherung profitieren.

Krankenversicherung

Sind deine Eltern gesetzlich krankenversichert, bist du es über die beitragsfreie Familienversicherung in der Regel auch. Erst wenn du selbst was verdienst, musst du dich ab einem bestimmten Einkommen selbst um deine Krankenversicherung kümmern. Diese Einkommensgrenze erhöht sich mit dem Jahreswechsel von 415 Euro auf 425 Euro monatlich.

Mindestlohn und Minijob

Der gesetzliche Mindestlohn steigt um 34 Cent auf nun 8,84 Euro. Ausgenommen vom Mindestlohn sind Auszubildende, Praktikanten, Absolventen eines Freiwilligendienstes und Jugendliche unter 18 Jahren. Hattest du aber im Rahmen eines Minijobs bislang Anspruch auf den Mindestlohn, führt die Erhöhung zu einer geringeren Stundenzahl. Wieso? Die Verdienstgrenze für Minijobber liegt bei 450 Euro pro Monat. Bei einem Stundenlohn von 8,50 Euro ergeben sich 53 Stunden pro Monat.

Verdienst du jetzt 8,84 Euro pro Stunde, sinkt die Stundenzahl rechnerisch auf 50 Stunden und 54 Minuten.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag ist die Einkommensgrenze, bis zu der keine Steuern gezahlt werden müssen. Er steigt für Ledige von 8.472 Euro auf 8.820 Euro im Jahr.

E-Autos und -Bikes

Fährst du elektrisch, und gestattet dein Arbeitgeber dir das Aufladen im Betrieb, ist die Stromspende vom Chef seit diesem Januar steuerfrei.

Ampeln

Bislang galten für Radfahrer auf Radwegen die Lichtzeichen der Fußgängerampel. Jetzt musst du die Farben der Ampel für Autofahrer beachten. Ausnahme: Der Fahrradweg verfügt über eine eigene Ampel.

Führerschein

Die praktische Prüfung zum Auto-Führerschein verteuert sich von 84,97 Euro auf 91,50 Euro. Der Motorrad-Führerschein kostet 121,38 Euro. Neue Mopeds und Motorräder werden nun nur noch mit Schadstoffklasse Euro 4 zugelassen. Alte Bikes genießen Bestandsschutz.

 

 

Weiterführende Informationen