Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

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Alles, was zählt

Juli 2015 – Grundsätzlich richtig: Je mehr du verdienst, desto mehr so genannte Entgeltpunkte werden auf deinem Rentenkonto gutgeschrieben. Und je mehr Punkte du auf deinem Konto hast, desto mehr Rente bekommst du später. Aber nicht nur "Normalojobs" lohnen sich für die Rente.

Engagement wird belohnt

Bundesfreiwilligendienst, freiwilliger Wehrdienst oder ein soziales beziehungsweise ökologisches Jahr – diese Tätigkeiten machen dich reich an Erfahrungen. Viel Geld verdienst du eher nicht. Und dennoch lohnen sie sich für deine soziale Absicherung: Alle diese Tätigkeiten zählen als "Wartezeit" für eine Rente und erhöhen sogar ein wenig deine Altersrente. Die Wartezeit ist der Fachbegriff für die Zeit, die man mindestens versichert sein muss, um Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen zu können. Zu diesen Leistungen zählen zum Beispiel eine Reha oder eine Umschulung. Beides wird bezahlt, damit du durch sie nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder zurück in ein Arbeitsverhältnis kommst.

Kindererziehung lässt Rente steigen

Solltest du mal Kinder erziehen, berücksichtigt die Deutsche Rentenversicherung auf deinem Rentenkonto Kindererziehungszeiten. Die ersten drei Jahre nach der Geburt werden – auch wenn du zu Hause bist – von der Rentenversicherung gezählt, als ob du einen Durchschnittsverdienst (derzeit ca. 2.800 Euro im Monat) erhältst. Dementsprechend schreibt sie die Entgeltpunkte gut. Ein Jahr Kindererziehung steigert derzeit die Rente in den alten Bundesländern um monatlich 29 Euro pro Kind und in den neuen Bundesländern um rund 27 Euro.

Die Regelung ist fair: Wer Kinder erzieht und deswegen nicht arbeiten kann, soll keinen Nachteil bei der Rente haben. Übrigens: Auch Väter können Kinderziehungszeiten erhalten. Wenn beide Elternteile sich die Erziehung teilen, kann auch  die Kinderziehungszeit – bei rechtzeitiger Meldung an die Rentenversicherung – aufgeteilt werden.  

Mit den Kindererziehungszeiten ist noch nicht Schluss: Die ersten zehn Lebensjahre deines Kindes zählen zusätzlich als "Kinderberücksichtigungszeiten". Auch sie wirken sich auf die Rentenhöhe aus.

Suche nach Ausbildungsplatz zählt für die Rente

Solltest du nach deiner Schulzeit keinen Job finden, solltest du dich bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend melden. Die Meldung ist die Voraussetzung dafür, dass deine Ausbildungsplatzsuche bei der Rente angerechnet werden kann – und das, obwohl du nicht arbeitest und kein Einkommen hast.

 

#Rentenzeiten: Auch ohne oder nur mit einem geringem Einkommen gehst du bei der Rentenversicherung nicht leer aus. Engagement, Kindererziehung und Arbeitssuche erhöhen deine Rentenansprüche. 

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