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Altersvorsorge mitnehmen

September 2014 - Was passiert eigentlich mit deiner betrieblichen und privaten Altersvorsorge, wenn du im Laufe deines Berufslebens den Arbeitgeber wechselst?

Riester-Rente

Wenn du einen Riester-Vertrag privat abgeschlossen hast, musst du nichts weiter beachten. Du zahlst weiter ein und bekommst dafür staatliche Förderung. Das hat nichts mit deinem Arbeitgeber zu tun.

Betriebliche Altersvorsorge

Je nachdem, ob du, dein Arbeitgeber oder ihr beide die betriebliche Altersversorgung bezahlen, gibt es Unterschiede:

Arbeitnehmerfinanziert: Wenn du die betriebliche Altersvorsorge selbst finanzierst, tust du das über die Entgeltumwandlung. Das heißt, 40 die Beiträge werden direkt aus deinem Bruttogehalt einbehalten undgehen direkt in deine Betriebsrente. Wechselst du den Job, bleibt das, was du bisher gespart hast, auf jeden Fall erhalten. Und wenn dein neuer Arbeitgeber zustimmt, kannst du den bestehenden Vertrag über ihn weiterführen. Wenn nicht, kannst du den Vertrag ruhen lassen. Oder teilweise auch privat weiter einzahlen. 

Sobald du dann in Rente gehst, hast du Anspruch auf diese Leistungen. Wenn du aber nur kurz eingezahlt hast und dein Vertrag lange geruht hat, fallen die ausgezahlten Raten entsprechend klein aus. Zudem musst du bedenken, dass im Alter auf diese Renten oft auch noch Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung anfallen.

Arbeitgeberfinanziert: Wenn dein Arbeitgeber die Einzahlungen für die betriebliche Altersvorsorge bezuschusst oder sie alleine bezahlt, müssen alle dein alter und neuer Arbeitgeber einer Weiterführung des Vertrages zustimmen. Zudem müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Du sagt deinem Versicherungsträger innerhalb eines Jahres Bescheid, dass du den Job gewechselt hast,
  • es handelt sich um eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds;
  • das bisher angesparte Geld übersteigt nicht einen bestimmten Höchstbetrag (Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung - derzeit 71.400 Euro).

Achtung: Die Beiträge, die du vor dem Arbeitgeberwechsel angespart hast, können unter Umständen verfallen. Sicher sind sie, wenn du vor dem Wechsel dein 25. Lebensjahr vollendet hast und der Vertrag mindestens fünf Jahre alt ist. Das gilt für alle Verträge, die ab dem 1. Januar 2009 geschlossen wurden.

Steuern

Wenn dir dein neuer Arbeitgeber ein anderes Modell der betrieblichen Altersvorsorge anbietet, kannst du das, was du bisher angespart hast, auch übertrageni. Es kann sein, dass du dafür Steuern zahlen musst. Daher kann es günstiger sein, wenn dein Arbeitgeber den alten Vertrag übernimmt. Das gilt umso mehr, wenn der neue Vertrag schlechter verzinst ist als der alte.

Übrigens:

Hat dein alter Arbeitgeber freiwillig für dich eingezahlt, muss das dein neuer Chef nicht zwangsläufig auch machen.

 

#Portabilität: So heißt die Regelung, die erlaubt, dass man die betriebliche Altersvorsorge zum neuen Arbeitnehmer mitnehmen kann.

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