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Riestern: Neues Ausbildungsjahr, neue Zulagen

Oktober 2017 – Vor deiner Ausbildung hast du nichts verdient, im ersten Ausbildungsjahr nur wenig, im zweiten Lehrjahr naja und im dritten sah die Ausbildungsvergütung schon wie ein echtes Gehalt aus? Ein schönes Gefühl, oder? Und weil Geldhaben auch im Alter ein schönes Gefühl ist, hast du vielleicht schon eine Riester-Rente abgeschlossen.

Dann ist dieser Text wie für dich gemacht. Er leitet dich durch einen kurzen Riester-Check. Dann kannst du auch in Zukunft die vollen staatlichen Zulagen kassieren.

1. „Eigenbeitrag“ berechnen

Der Staat fördert deine Altersvorsorge und zahlt dir Zulagen:

• Grundzulage: bis zu 154 Euro pro Jahr (ab 2018: bis zu 175 Euro),
• Kinderzulage: bis zu 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind pro Jahr,
• Berufseinsteigerbonus: Einmalig bis zu 200 Euro für alle unter 26 Jahre.

Wichtig ist, dass du genügend Geld in deinen Riester-Vertrag einzahlst. Die vollen Zulagen bekommst du, wenn du vier Prozent deines Vorjahreseinkommens einzahlst. Dabei kannst du auch die Zulage(n) berücksichtigen. Klingt kompliziert, lässt sich aber entweder mit Riester- Rechnern im Internet oder mit dieser einfachen Formel ausrechnen:

Eigenbeitrag = 4 Prozent des Vorjahreseinkommens – Zulage(n)

Wichtig: Der Eigenbetrag muss mindestens 60 Euro betragen. Zahlst du weniger in deine Riester-Rente, bekommst du Zulagen nur anteilig ausgezahlt.

2. Zulagenantrag ändern

Wenn du jetzt deinen Eigenbeitrag anpassen musst, einfach dort anrufen, wo du deinen Vertrag abgeschlossen hast. Bei einigen Anbietern kannst du deine Einzahlungen telefonisch anpassen, andere wollen das schriftlich bekommen. Du holst mit einer Anpassung das Maximum aus der Riester-Förderung – auch das kann ja ein ganz nettes Gefühl sein.

Celina

Zum besserem Verständnis ein Beispiel: Celina hat vor der Ausbildung nichts und im ersten Lehrjahr 9.000 Euro verdient. Jetzt verdient sie 11.400 Euro. Vier Prozent von 9.000 Euro sind 360 Euro. Davon kann sie die Grundzulage von 154 Euro schon abziehen (175 Euro ab 2018). Sie müsste also 206 Euro im Jahr einzahlen (360 Euro - 154 Euro). Das sind knapp 17,17 Euro im Monat. Ab 2018 wären es nur noch 15,42 Euro, weil die Grundzulage dann 175 Euro beträgt.

Im ersten Ausbildungsjahr gab es für Celina zwei Sonderfälle:

  • Sie hatte kein Einkommen aus dem Vorjahr, weil sie da noch nicht gearbeitet hatte. Deshalb musste sie nur den Mindesteigenbeitrag von 60 Euro einzahlen – und hat dafür die volle Zulage von 154 Euro vom Staat bekommen (ab 2018: 175 Euro).
  • Als Riester-Starterin unter 26 Jahren bekam sie einmalig den Berufseinsteigerbonus von 200 Euro noch obendrauf.

 

 

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