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Dating für Fortgeschrittene

Tipps für den Besuch einer Ausbildungsmesse

Juli 2016 – Endlich mal raus aus der Schule – unter diesem Aspekt verbuchen viele einen Ausflug zu einer Ausbildungsmesse. Kein Unterricht, locker zwischen Ständen hin- und herspazieren und genießen, dass es heute garantiert keine Hausaufgaben gibt. Bringen tut dir das aber nichts.

Dreh den Spieß um: „Ausbildungsmessen sind wie eine Dating-App – nur eben in echt und für den Job“, meint Emran, der gerade den sechsten Stand der Frankfurter Berufsbildungsmesse angesteuert hat. Er will sich Ideen für eine Ausbildung holen. „Irgendwas Technisches“ wird er nach der Realschule machen, mehr weiß er noch nicht. Jetzt steht er an einem Stand eines Flugzeugturbinenherstellers und unterhält sich mit einem der Azubis des Unternehmens.

Eltern mitnehmen?

Einige gehen mit der Schule zur Berufsmesse, andere mit Eltern. „Grundsätzlich ist das kein Problem und muss nicht peinlich sein“, sagt Manuela Schwarzenbacher von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland: „Das machen viele.“ Peinlich kann es nur werden, wenn die Eltern euch zu einem Job drängen, den ihr echt nicht wollt. Solche „Überleg-doch-mal-das-ist-doch-ein-suuuuper-Job“-Gespräche sind dann sogar Standmitarbeitern peinlich. Die Lösung: Vorher mit deinen Eltern einen Code für „Lass uns hier weg“ ausmachen – etwa den Satz: „Komm, wir nehmen Infomaterial mit und schauen vielleicht später noch mal rein.“ Dank dem Flyer kannst du mit deinen Eltern später in Ruhe diskutieren, ob der Ausbildungsberuf geht oder nicht.

Locker bleiben

Am besten bleibt man locker wie Emran. Eine Ausbildungsmesse ist kein Vorstellungsgespräch. Aber: So schnell, so direkt und so unkompliziert kommst du wahrscheinlich nie wieder an Arbeitgeber und Jobs, die dich interessieren. Deswegen hier unsere Tipps für deine nächste Ausbildungsmesse.

Geht gar nicht:

  • Stempel: Schon zu Beginn des Gesprächs bittest du um einen Stempel als Nachweis dafür, dass du an einem Stand warst. Kaum hast du ihn, gehst du wieder. Du signalisierst: In Wirklichkeit ist mir das am allerwichtigsten, und dein Gegenüber ist frustriert.
  • Werbegeschenke: Klar, Werbegeschenke sind kostenlos – aber nicht umsonst. Schließlich will der Arbeitgeber über sie mit dir ins Gespräch kommen. Gib ihm die Chance – wer weiß, vielleicht ist ein Job dort genauso interessant wie sein Give-away. Geschenke abgreifen und einfach gehen ist unfreundlich.
  • Geld: Einige fragen zuerst nach dem Gehalt, weil sie denken, dass das eine normale Einstiegsfrage ist. Standmitarbeiter hören es aber lieber, wenn man was zum Beruf und dem Unternehmen fragt. Schließlich identifizieren sie sich damit – und nicht mit dem Gehalt. Natürlich darfst du nach der Bezahlung fragen, aber eben nicht am Anfang.

Geht besser:

  • Prioritäten setzen: „Menschen helfen“, „viel Technik“, „was Handwerkliches“, „Sicherheit“, „Bezahlung“ – mach dir bewusst, was dir später im Beruf wirklich wichtig ist. Entsprechend dieser Liste schaust du nach passenden Ausbildungsberufen. Ein guter Tipp für alle, die noch nicht so genau wissen, was sie später machen sollen.
  • Vorher informieren: Im Internet steht schon vor einer Messe, wer einen Stand hat und welche Ausbildungen vertreten sind. So kannst du gezielt Stände herauspicken, die dich interessieren.
  • Notizen: „Wenn sich jemand während des Gesprächs mit mir Notizen macht, weiß ich, dass er ernsthaft interessiert ist. Das ist ein Pluspunkt“, sagt Nancy Goldschmidt-Betz, Ausbilderin bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen.
  • Konkret werden: Wenn dich ein Stand wirklich interessiert, frag nach der Möglichkeit für ein Praktikum und an wen du dich persönlich für weitere Infos wenden kannst. Das bringt dich zehn Schritte weiter.
  • Verhalten: Du bist nicht auf dem Pausenhof, sondern bei einem potenziellen Arbeitgeber. Und du bist bald kein Schüler mehr, sondern ein Arbeitnehmer. Du willst ernst genommen werden, also nimm dein Gegenüber auch ernst. Egal, ob dein Gesprächspartner ein älterer Azubi oder ein Ausbilder ist: In die Augen gucken, aussprechen lassen, Handschlag vor- und nachher, bedanken. Einfache Basics, aber wirkungsvoll.

Offen sein

„Jungs werden Kfz-Mechaniker, Mädchen Krankenschwestern“ – der Satz ist zugespitzt, stimmt aber. Viele kleben an Ausbildungsberufen, die alle machen. Aber links und rechts von diesen Jobs gibt es noch viele interessante Alternativen. Also nicht eingleisig fahren, sondern sich mehrere Berufe genauer angucken.

Manuela hat das auch gemacht: Eigentlich wollte sie ja am Flughafen arbeiten, jetzt ist sie bei der Rentenversicherung gelandet. Und? „Superglücklich“, sagt sie. Und weil das so ist, will sie auch andere überzeugen, offen für Neues zu sein. Ihr trefft sie auf Berufsmessen am Stand der Deutschen Rentenversicherung Rheinland.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Suche nach dem perfekten Beruf. Und wenn du Sozialversicherungskauffrau/-kaufmann werden willst oder bei der Deutschen Rentenversicherung studieren willst, beraten wir dich gerne. Ausbildungsmöglichkeiten findest du auch in deiner Nähe.

Weitere Informationen findest du hier:

 

 #Ausbildungsmessen: Dort kannst du dich über Ausbildungsberufe informieren und Kontakte knüpfen. 

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