Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Zahltag

März 2017 – Stell dir vor, du arbeitest im selben Beruf wie einer deiner Freunde – hast dieselbe Arbeitszeit und dieselben Aufgaben – aber trotzdem verdienst du weniger als er.

Was fiktiv klingt, gibt es tatsächlich: Viele Frauen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer. Auf diesen grundsätzlichen Unterschied in der Bezahlung - die sogenannte Gender Pay Gap (geschlechterspezifische Lohnlücke) – macht der jährliche Equal Pay Day aufmerksam. In diesem Jahr ist das der 18. März: Bei gleichem Stundenlohn arbeiten Frauen bis zu diesem Tag quasi umsonst.

Warum verdienen Frauen weniger als Männer? Dafür sehen Experten viele Gründe. Dabei sind drei Ursachen aber besonders herausgestellt:

  1. In bestimmten Berufen und Branchen sind nur wenige Frauen vertreten. Viele schlagen den Weg in die „klassischen Frauenberufe“ wie Erzieherin, Kranken- oder Altenpflegerin ein. Für einen Job in den Bereichen Mathematik, Informatik, Ingenieurwissenschaft, Naturwissenschaft oder Technik (MINT-Berufe) entscheiden sich nur wenige. Auch in höheren Positionen gibt es nur wenige weibliche Vertreter – sogar in den „Frauenberufen“.

  2. Meist kümmern sich auch heute noch Frauen hauptsächlich um die Erziehung der Kinder. Dafür nehmen sie zum Beispiel länger Elternzeit als die Väter. Der Wiedereinstieg in den Beruf ist dann meist mit Teilzeitarbeit verbunden – und damit auch mit einer Verschlechterung des Einkommens.

  3. Zudem sind es auch eher Frauen, die Familienangehörige pflegen und dafür ihre Erwerbstätigkeit einschränken oder unterbrechen.

Die Gender Pay Gap ist seit 2007 gerade einmal um zwei Prozent gesunken. Deshalb gibt es jedes Jahr zum Equal Pay Day viele Aktionen mit Info-Veranstaltungen und Flashmobs rund um das Thema. Was alles wo geplant ist, kannst du in der Aktionslandkarte des Aktionsbündnisses sehen unter www.equalpayday.de.

Heute weniger Lohn, später weniger Rente

Die Lohnlücke hat übrigens nicht nur Auswirkungen darauf, was du dir derzeit und während deines Arbeitslebens leisten kannst: Auch die Rente wird dadurch beeinflusst. Denn wer weniger verdient, sammelt weniger Entgeltpunkte für die Rente und bekommt deshalb später auch weniger.

Ganz alleine mit der „Lücke“ bist du aber nicht: Den Unterschied versucht die Deutsche Rentenversicherung aufzufangen. Um spätere Nachteile auf dem Rentenkonto auszugleichen, wird zum Beispiel die Erziehung von Kindern bei der späteren Rente berücksichtigt. Die Rentenversicherung bucht dafür in den ersten drei Jahren Entgeltpunkte auf das Rentenkonto. Und auch wer Angehörige pflegt, bekommt Entgeltpunkte für die spätere Rente gutgeschrieben.

 

#Equal Pay Day: Das Datum steht jedes Jahr symbolisch für den Tag, bis zu dem Frauen bei gleichem Stundenlohn wie Männer umsonst arbeiten. Im Jahr 2017 ist das der 18. März und damit 77 Tage.


#EqualPayDay #GenderPayGap #Lohn #Arbeit

 

 

Weiterführende Informationen