Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Heiße Zeit für Geld

Juli 2015 – Entspannen? Arbeiten? Oder beides? Die Sommerferien sind lang genug, um beide Pläne zu verwirklichen. Hier ein paar Tipps für den Ferienjob.

Wer darf jobben und wie viel?

Zwischen 13 und 15 Jahren darfst du nur bis zu zwei Stunden am Tag leichte Tätigkeiten ausüben (zum Beispiel Zeitungen austragen). Die Eltern müssen dem Job zustimmen. Zwischen 18 Uhr und 8 Uhr darfst du nicht arbeiten.

Bist du zwischen 15 und 17 Jahren alt, sind acht Stunden Arbeit pro Tag und maximal 40 Stunden in der Woche erlaubt – und das höchstens vier Wochen am Stück. Deine Arbeitszeit muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten für Jugendliche ab 16 Jahren, die etwa in der Gastwirtschaft oder in Schicht-Betrieben arbeiten.

Kurzfristige Beschäftigung

Die meisten Ferienjobs werden als „kurzfristige Beschäftigung“ eingestuft. Dann zahlst du weder Steuern noch Sozialabgaben. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn …

a)    dein Job von vorneherein auf nicht mehr als drei Monate angelegt ist

b)    oder insgesamt auf 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist.

Von dem Drei-Monate-Zeitraum geht man aus, wenn der Minijob an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Arbeitest du weniger häufig, gelten die 70 Arbeitstagen als Zeitraum. Arbeitest du öfter im Jahr, werden die Beschäftigungszeiten addiert. Kommt dabei raus, dass du die Drei-Monate- beziehungsweise 70-Arbeitstage-Grenze überschritten hast, können Sozialabgaben fällig werden. Das hängt davon ab, ob man deine Tätigkeit als Mini- oder Midijob einstuft.

Wichtig: Bist du mit der Schule fertig und ist das dein letzter Ferienjob vor der Ausbildung, gilt er nicht als kurzfristige Beschäftigung. Schließlich ist die Schulausbildung vorbei. Die anstehende Ausbildung musst du deinem Ferienjob-Arbeitgeber melden. Auch hier kommt es darauf an, ob du einen Mini- oder Midijob ausübst.

Minijob oder Midijob

Sprengt deine Beschäftigung die Drei-Monate- beziehungsweise 70 Arbeitstage-Grenze, oder machst du bald eine Ausbildung und verdienst du maximal 450 Euro im Monat, bist du ein Minijobber. Du zahlst keine Steuern, nur Rentenversicherungsbeiträge.

Beispiel: Bei einem Verdienst von 450 Euro gehen von deinem Gehalt 16,65 Euro pro Monat für deine Rentenversicherung ab.

Bei einem Monatsverdienst zwischen 450 Euro und 850 Euro im Monat gehört deine Beschäftigung in die Klasse der „Midijobs“. Jetzt musst du mehr Sozialversicherungsbeiträge zahlen, aber immer noch nicht in voller Höhe. Wie hoch deine Abzüge ausfallen, hängt von einer Reihe von Faktoren ab (Alter,  Wohnort, Krankenkasse). Am besten rechnest du die Abzüge online aus (Suchwort: Gleitzonenrechner).

Und die Steuern?

Arbeitslohn ist steuerpflichtig. Aber erst ab einem monatlichen Bruttoverdienst von mehr als 900 Euro werden tatsächlich Steuern eingezogen. Bleibst du mit deinen Verdiensten unter dem steuerfreien Existenzminimum von 8.472 Euro im Jahr, kannst du dir zu viel gezahlte Steuern im nächsten Jahr zurückholen. Dazu musst du dann eine einfache Einkommenssteuererklärung ausfüllen.

#Ferienjob: Ein Ferienjob ist sozialabgaben- und steuerfrei, wenn du maximal drei Monate pro Jahr an fünf Tagen in der Woche arbeitest. Arbeitest du keine fünf Tage pro Woche, beträgt die Grenze 70 Arbeitstage.

#Minijob #Midijob #Arbeitszeit

 

 

Weiterführende Informationen