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Förderung sichern

Dezember 2014 – Du hast einen Riester-Vertrag abgeschlossen, um fürs Alter vorzusorgen? Dann hast du den ersten wichtigen Schritt schon gemacht. Denn die Riester-Rente wird vom Staat gefördert: Der Staat gibt dir 154 Euro obendrauf, wenn du vier Prozent deines Brutto-Jahresgehaltes vom Vorjahr als Eigenbeitrag einzahlst. Von der Gesamtsumme kannst du die 154 Euro Zulage sogar schon abziehen. Wenn du noch nicht so viel verdienst, reicht der Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr. Die Zulage bekommst du aber nicht automatisch. Du musst sie beantragen. Und das ist der zweite wichtige Schritt.

Hilfe beim Ausfüllen

Wo du deine Riester-Vertrag abgeschlossen hast, ist egal: Deine Bank oder dein Versicherungsunternehmen schicken dir den Zulagenantrag nach Hause. In das Formular musst du unter anderem deine Sozialversicherungsnummer, dein zuständiges Finanzamt und die Höhe deines Jahresgehalts eintragen. Viele dieser Daten findest du zum Beispiel in der Meldung zur Sozialversicherung aus dem Vorjahr, die du von deinem Arbeitgeber bekommst.

Wenn du Hilfe beim Ausfüllen brauchst, kannst du dich an den Anbieter deines Vertrages oder ans kostenlose Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung wenden. Das hat die Nummer 0800/1000 480 70. Die meisten Versicherer haben auch Ausfüllhilfen auf ihren Internetseiten veröffentlicht.

Fristen einhalten

Beim Zulagenantrag ist es wichtig, dass du die Frist nicht verpasst. Sonst fällt die Zulage ins Wasser. Du kannst den Antrag noch bis zu zwei Jahre später einreichen. Wenn du also den Vertrag 2012 abgeschlossen hast, kannst du die Zulage für 2012 noch bis Ende 2014 beantragen. Für 2013 dann bis Ende 2015 und für 2014 muss der Antrag bis Ende 2016 bei deinem Anbieter eingegangen sein.

Zulage automatisch abgreifen

Wenn du keine Lust auf den jährlichen Papierkram hast, kannst du aus dem Zulagen-Formular ganz einfach einen Dauerzulagenantrag machen. Dazu musst du unter "H" nur ein Häkchen setzen.

Aber Achtung: Das heißt nicht, dass du dich um deinen Vertrag jetzt gar nicht mehr kümmern musst. Wenn sich dein Einkommen ändert, musst du deinen Eigenbeitrag anpassen. Und du musst auch deinen Zulagenantrag ändern. Wer zu wenig einzahlt, bekommt weniger als 154 Euro vom Staat. Und wenn du heiratest oder Kinder bekommst, muss das auch vermerkt werden. Für Kinder bekommt man eine Kinderzulage.

So berechnest du die optimale Sparrate für deinen Riester-Vertrag:

  1. Vorjahreseinkommen nachgucken. Es zählt das "rentenversicherungspflichtiges Jahres-Bruttoeinkommen" und steht oft auf dem Dezember-Lohnzettel oder einer Jahresaufstellung, die du Anfang 2014 von der Personalabteilung bekommen hast.
  2. Vier Prozent ausrechnen (mal 0,04).
  3. Davon Zulagen abziehen (minus Grundzulage 154 Euro).
  4. Das Ergebnis ist dein Eigenbeitrag. Fällt er geringer aus, als 60 Euro pro Jahr, musst du deine Überweisung auf mindestens diesen Betrag aufrunden. Man nennt ihn Mindesteigenbeitrag.


#Riester-Zulage: Wer keine Lust aufs jährliche Formularausfüllen hat, kann einen Dauerzulagenantrag bei seinem Riester-Anbieter stellen.

 

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