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Geld im Griff ...

März 2018 – Hier ein Kaffee, da noch schnell eine Brezel auf die Hand und zwischendurch mal eben online einen neuen Pulli geshoppt. Du verlierst auch manchmal den Überblick über deine Finanzen? Kein Problem: Haushaltsbuch-Apps können dir helfen, die Finanzen im Griff zu behalten. Wenn du weißt, wie viel Geld du im Monat wirklich übrig hast, kannst du darüber nachdenken, wie viel du in eine Altersvorsorge stecken willst.

Wenn du dich im App-Store umschaust, findest du viele verschiedene Apps. Sie alle haben ähnliche Funktionen: Du kannst am Anfang des Monates deine Einnahmen eingeben, kannst deine regelmäßigen Ausgaben für Miete, Strom, Telefon etc. als wiederkehrende Buchungen speichern und alle Ausgaben eintippen.

Mit vielen Apps kannst du auch Belege erfassen und ähnliche Ausgaben in Gruppen zusammenfassen, zum Beispiel „Auswärts Essen“. Und du kannst deine Finanzen meist auch als Diagramm darstellen lassen. So siehst du auf einen Blick, wofür du am meisten ausgibst.

Es gibt auch Apps, die du mit deinem Konto koppeln kannst. Dann werden alle Abbuchungen gleich in der App dargestellt.

Einige Apps sind kostenlos wie der VSB Haushaltsplaner des Verbraucherservices Bayern, andere kosten zwischen 1,79 Euro (wie die Apps „Mein Haushaltsbuch“ oder „Haushaltsbuch Money Control“) und knapp 5 Euro, wobei für Zusatzfunktionen auch noch Zusatzkosten fällig werden können.

Tipp: Schau dir die Nutzerbewertungen im Store an. Je länger die Bewertungen zurückreichen, desto besser kannst du dir ein Bild machen.

Und weil deine Finanzen sensible Daten sind, hat Christine Steffen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ein paar Tipps in Sachen Datenschutz:

  • Lade nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen auf dein Smartphone 60 oder Tablet.
  • Viele Apps wollen möglichst viel über den Nutzer erfahren. „Wenn die App etwa Zugriff auf die Kontaktdaten im Smartphone haben möchte, ist Vorsicht geboten, denn diese Daten sind nicht für die Erbringung der Dienste erforderlich.“ Ist die App kostenlos, zahlt der Nutzer in der Regel mit seinen Daten.
  • Werden die Daten nur lokal auf dem Gerät gespeichert oder auf einem Server? Steht der Server im Ausland, gelten deutsche Datenschutzbestimmungen nicht. Die App VSB Haushaltsplaner zum Beispiel überträgt keine Daten ins Netz oder auf fremde Server.
  • Ist die Nutzung nur mit einem Nutzerkonto möglich oder kann die App auch anonym genutzt werden?
  • Wenn etwa eine Verknüpfung zum Bankkonto hergestellt wird, sollte außerdem gewährleistet sein, dass die Daten verschlüsselt übertragen und gespeichert werden. In diesem Fall sollte man aber ganz genau nachlesen, wer alles Zugriff auf die Bankdaten erhält.
  • Nach Möglichkeit sollte die App außerdem mit einem Passwortschutz arbeiten, sodass Unbefugte nicht ohne Weiteres Zugriff auf die hinterlegten Daten erhalten.
  • Wenn du dich für eine App entschieden hast, solltest du in den Einstellungen des Gerätes – soweit möglich – dem Anbieter die Berechtigungen entziehen, die nicht erforderlich sind, wie etwa die Standortfreigabe.

Die Oldschool-Alternative

Wenn du keine Lust auf das Getippe unterwegs hast, kannst du auch ganz klassisch ein Haushaltsbuch in Papierform (oder am PC) führen. Du kannst Quittungen und Belege sammeln und dich einmal die Woche für 15 Minuten hinsetzen und alles eintragen.

  • Die Verbraucherzentralen haben so ein Buch herausgebracht. Es kostet 7,99 Euro. Bestellen kann man es hier: www.ratgeberverbraucherzentrale.de. Monats- und Wochenpläne gibt’s aber auch kostenlos als PDF zum Download.
  • Auf der Website der Sparkassen kannst du dir auch ein kostenloses Haushaltsbuch herunterladen. Dann entweder ausdrucken oder am Rechner ausfüllen: www.geldundhaushalt.de

Ob App oder Haushaltsbuch: Sinn macht das alles nur, wenn du alle Einnahmen und Ausgaben konsequent einträgst, wenigstens für zwei, drei Monate. Und wirf am besten mindestens alle zwei Wochen mal einen Blick auf dein Konto.

Mehr Infos

Mein Leben, meine Apps
Welche Apps sind für euch unverzichtbar? – Zur Umfrage auf rentenblicker.de

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