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Weit, weit weg

 

Dezember 2014 – Ich bin 16 Jahre alt, habe Asthma und Neurodermitis. Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege und Neurodermitis eine  Hauterkrankung. Beides nervt und hat meine Ausbildungssuche erschwert.

Deswegen bin ich fünf Wochen in eine Reha-Klinik gegangen. Die Idee kam
von mir, weil ich schon mal mit meiner Mutter eine Eltern-Kind-Kur gemacht
habe. Von der Deutschen Rentenversicherung kam der Vorschlag: Fachklinik
Gaißach. Die liegt südlich von München – am Alpenrand! Und dann die Info:
Da kann man auch Snowboardfahren. Hin!

In der ersten Woche war ich aber ziemlich unglücklich. Mir haben meine allerbeste Freundin und meine Familie gefehlt. Aber dann habe ich Melissa  kennengelernt. Die war auch Patientin in Gaißach. Wir haben alles zusammen gemacht: Therapien, Kurse und Ausflüge.

Lernen, mit der Krankheit umzugehen

In einer Jugend-Reha lernt man mit seiner Krankheit besser umzugehen. Konkret hieß das für mich Asthmaschulung, viel Sport, Pflege-Beratung für meine Haut und ein Kochkurs. Der hat mir mit am meisten Spaß gemacht und war wichtig für mich, weil hinter einer Neurodermitis oft eine Nahrungsmittelallergie steckt. Außerdem weiß man dann, wie man insgesamt gesünder isst. Ich habe ein paar Kilo abgenommen, ohne dass mir was gefehlt hat. Wir haben auch gezeigt bekommen, wie wir mit Stress besser umgehen. Bei viel Stress wird meine Neurodermitis immer schlimmer. Und natürlich war ich boarden.

Das alles hat mir extrem geholfen. Jetzt – ein Jahr später – mache ich eine Ausbildung als Pflegeassistentin im Altersheim. Mein Asthma ist fast weg.  Nur meine Neurodermitis taucht immer mal wieder auf. Insgesamt geht es mir besser als früher, auch Stress stecke ich besser weg. Mit Melissa bin ich immer noch befreundet.

Nach meiner Ausbildung will ich mich zur Erzieherin weiterbilden. Das ist mein Traumberuf. Und am liebsten würde ich dann da arbeiten, wo ich zur Reha war – in der Fachklinik Gaißach.

 

Info:

Jugendliche, die eine chronische Krankheit, psychische oder orthopädische Probleme haben, können von der Deutschen Rentenversicherung eine Jugend-Reha erhalten. In einer Reha-Klinik lernen sie besser mit der Krankheit oder ihren Problemen zu leben. Während der Reha kümmern sich ein Ärzte-Team, Psychologen, Erzieher und Lehrer um sie. In der Regel dauert eine Jugend-Reha vier bis sechs Wochen. Unterricht entfällt nicht – denn den gibt es auch während einer Reha. Ziel ist, dass Jugendliche mit einer Beeinträchtigung später mit den gleichen Chancen ins Berufsleben starten wie gesunde. Die Kosten für eine Jugend-Reha trägt die Deutsche Rentenversicherung.

 

#Jugend-Reha hilft mit den Folgen einer Krankheit besser zu leben und erhöht die Chancen auf den Wunschberuf.

#Therapien #chronische Krankheiten #Reha

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