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Lohnt Lernen?

Diese Frage hast du dir bestimmt schon gestellt – und wir haben die Antwort.

Juni 2016 – Lohnt der Lernstress wirklich? Daran hast auch du bestimmt schon mal gezweifelt. Alle diese Stunden in stickigen Klassenräumen, vor nicht enden wollenden Hausaufgaben, und mit was für Themen man sich beschäftigen muss! Zweifel sind erlaubt.

Concetta Mendolicchio und Thomas Rhein haben sich ebenfalls die Frage „Lohnt Lernen?“ gestellt. Die beiden arbeiten am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Und weil sie sehr gebildete Wissenschaftler sind, können sie zahlentriefende Statistiken lesen und auswerten. Und lohnt sich Bildung? Um die Frage beantworten zu können, müssen wir uns kurz mal weiterbilden …

Deutsche lernen besonders lang

Das „Lohnen“ machen die beiden Experten am Lohn fest und sind dabei ganz genau: Sie betrachten den Nettolohn – ziehen also schon Sozialabgaben und Steuern vom Arbeitslohn ab. Die Wissenschaftler wollen zwölf verschiedene Länder vergleichen. Weil jedes Land unterschiedliche hohe Abgaben und Steuern hat, betrachten sie die Nettolöhne.

Als „Bildung“ fließt in die Studie von Mendolicchio und Rhein das ein, was Europäer an Schul-, Ausbildungs- und Studienjahren absolviert haben. Betriebliche Weiterbildung und die Allgemeinbildung bleiben bei der Betrachtung außen vor. Im Ländervergleich verbringen die Deutschen, Dänen und Luxemburger mit rund 14 Jahren am meisten, die Portugiesen mit nur neun Jahren am wenigsten Zeit im Bildungssystem.

Bei der Bildungsrendite im Mittelfeld

Was Mendolicchio und Rhein dann ausrechnen, ist die Bildungsrendite: den Ertrag, den höhere Bildung abwirft. Mit 8,63 Prozent für Männer und 8,68 Prozent für Frauen, erreichen Luxemburger eine besonders hohe Bildungsrendite. Eher niedrig sind die Bildungsraten für Männer und Frauen in Italien (3,88 beziehungsweise 4,48 Prozent). In Deutschland bringt jedes Jahr Bildung später 4,82 Prozent mehr Lohn für Frauen und 5,32 Prozent mehr für Männer. Wir finden: Das kann sich sehen lassen.

Mehr als nur der Lohn

Aber die Frage „Lohnt sich Bildung?“ allein am Lohn festzumachen, reicht eigentlich nicht. Ein Job muss dich erfüllen, dir Spaß machen und Sicherheit bieten. Genau dafür lohnt sich Bildung aber auch: Wer eine gute Bildung hat, kann aus mehreren Jobs auswählen, die ihn glücklich machen. Und auch der Punkt „Sicherheit“ ist statistisch bewiesen: Höher Gebildete sind im Durchschnitt seltener arbeitslos, so Mendolicchio und Rhein.

Mehr Informationen

  • www.iab.de
    Hier findest Du auf der Seite des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung die Studie.

 

#Bildungsrendite: Jedes Jahr Bildung bringt in Deutschland durchschnittlich etwa fünf Prozent mehr Lohn.

 

#Bildung #Noten #Schule #Lohn #Arbeitslosigkeit

 

 

Weiterführende Informationen