Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Riester-Rente: Mit fünf Euro im Monat bist du dabei

September 2014 - Wenn du im Alter genug Geld haben willst, musst du sparen. Damit kannst du gar nicht früh genug anfangen. Auch als Schüler oder Student kannst du dafür schon staatliche Zuschüsse für eine Riester-Rente bekommen. Dafür reicht es, einen Tag im Jahr sozialversicherungspflichtig zu arbeiten. 

Die Riester-Rente wird staatlich gefördert. Sie heißt so, weil sie vom früheren Arbeitsminister Walter Riester eingeführt wurde. Der Abschluss eines guten Riester-Vorsorgevertrags lohnt sich für junge Geringverdiener besonders. Denn sie müssen selbst nur fünf Euro im Monat einzahlen. Dafür gibt es dann staatliche Zulagen von bis zu 354 Euro im Jahr.

Die Förderung:

Als voll geförderter Riester-Sparer erhältst du vom Staat zunächst eine Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr. Falls du später Kinder hast, bekommst du zusätzlich noch pro Kind jährlich einen Zuschuss von 300 Euro. Wenn du unter 25 Jahre alt bist, erhältst du einmalig einen Berufseinsteigerbonus von bis zu 200 Euro dazu. Im ersten Sparjahr gibt es damit maximal 354 Euro vom Staat!

Voraussetzung:

Gefördert werden können alle, die in einem Kalenderjahr mindestens einen Tag rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind. Diese Voraussetzung erfüllen alle angestellten Azubis, aber auch Schüler oder Studenten mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob.

Beispiel: Jenny verteilt im Kölner Süden jede Woche ein örtliches Werbeblättchen. Dafür bekommt sie 175 Euro im Monat. Der Job ist bei der Minijob-Zentrale als rentenversicherungspflichtiger Minijob angemeldet. Genau 6,83 Euro muss Jenny deshalb jeden Monat aus eigener Tasche in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Von ihrem monatlichen Bruttoverdienst von 175 Euro werden ihr deshalb nur 168,17 Euro überwiesen. Die Versicherungspflicht hätte Jenny auch abwählen können – hat sie aber nicht. Denn die geringen Beiträge sorgen dafür, dass die Zeit im Minijob schon für ihre spätere gesetzliche Rente zählt. Und genauso wichtig: Sie hat deshalb Anspruch auf die staatlichen Zuschüsse zu dem Riester-Sparvertrag, den sie auf Anraten ihres Vaters abgeschlossen hat.

Mindesteigenbetrag:

Voraussetzung für die volle Auszahlung dieser Zuschüsse ist, dass bis zum Ende des jeweiligen Sparjahres vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr auf das Riester-Konto eingezahlt werden. Die staatliche Zulage kannst du dabei als Einzahlung mitrechnen. Mindestens müssen Sparer aber 60 Euro einzahlen, um Zulagen zu erhalten. Diesen Betrag nennt man Mindesteigenbetrag.

Da Jenny im letzten Jahr noch nicht gejobbt hat, muss sie dieses Jahr lediglich den Mindestbeitrag von 60 Euro in ihren Riester-Vertrag zahlen – das sind ganze fünf Euro im Monat. Da kostet eine Kinokarte schon mehr. Die nur 60 Euro bringen ihr dann 354 Euro vom Staat.

Vertragsabschluss:

Wenn du einen Riester-Vertrag abschließen willst, hast du die Qual der Wahl. Es gibt viele verschiedene Arten von Riester-Renten. Lass dich bei der Auswahl beraten – zum Beispiel von einer Verbraucherzentrale.

 

#Geringverdiener: Auch wer wenig verdient, bekommt eine staatliche Zulage, wenn er eine Riester-Rente abschließt. Einzahlen muss man dafür mindestens 60 Euro pro Jahr. 

#Altersvorsorge #Riester-Rente #Mindesteigenbetrag

Weiterführende Informationen