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Neues in 2018

Dezember 2017 – Heute schon an morgen denken? Klar! Während die anderen noch die Silvesterparty planen, kannst du dich schon mal auf das freuen, was 2018 für dich bringt: höhere Zulagen bei der Riester-Rente und weniger Abgaben für die gesetzliche Rente.

Rentenbeitrag

Wenn du eine Ausbildung machst oder schon arbeitest, zahlst du in der Regel Sozialversicherungsbeiträge. Die fallen ab 2018 etwas geringer aus: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt von 18,7 auf 18,6 Prozent. Du zahlst davon die Hälfte, die andere Hälfte übernimmt dein Arbeitgeber.

Riester-Rente

Altersvorsorge mit Zuschuss vom Staat – das ist die Riester-Rente. Und ab 2018 gibt’s davon noch mehr: Die Grundzulage steigt von 154 Euro auf 175 Euro im Jahr. Du bekommst sie, wenn du vier Prozent deines Vorjahreseinkommens in deinen Riester-Vertrag einzahlst (und von den vier Prozent kannst du die Zulage schon abziehen). (So funktioniert die Riester-Rente)

Betriebliche Altersvorsorge

In Sachen betriebliche Altersvorsorge bringt 2018 für dich gleich mehrere Vorteile: Wenn du ab 2018 einen Vertrag abschließt und auch dein Chef Beiträge einzahlt, kannst du diese nach drei Jahren bei einem Jobwechsel zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Bisher waren es fünf Jahre und junge Sparer mussten mindestens 25 Jahre alt sein.

Außerdem tritt 2018 das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft: Wenn du schon einen Vertrag hast, kannst du monatlich jetzt mehr Geld steuerfrei einzahlen. Außerdem kann dein Arbeitgeber dir einen Zuschuss zahlen. Er bekommt dafür Geld vom Staat.

Erwerbsminderungsrente

Wenn du als Azubi durch einen Unfall oder eine Krankheit nicht mehr oder nicht mehr voll arbeiten kannst, kannst du einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente von der Deutschen Rentenversicherung haben.

Und die fällt ab 2018 bis 2024 schrittweise Jahr für Jahr höher aus: Bisher hat die Deutsche Rentenversicherung so gerechnet, als ob du bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet – und in die Rentenkasse eingezahlt – hättest. Entsprechend fiel die Rente aus. Künftig rechnet sie so, als ob du bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet hättest. Dadurch bekommst du im Fall der Fälle eine höhere Erwerbsminderungsrente.

Kindergeld

Beim Kindergeld ändern sich die Antragsfristen. Und das betrifft deine Eltern, wenn du zwar über 18 bist, aber zum Beispiel noch in der Schul- oder Berufsausbildung, im Studium oder im freiwilligen sozialen Jahr steckst. Deine Eltern müssen dann einen Antrag stellen. Sie bekommen Kindergeld rückwirkend aber nur noch bis sechs Monate vor der Antragstellung. Bisher waren es vier Jahre.

Wenn sie also noch Kindergeld für dich beantragen müssen, sollten sie sich beeilen. Und wenn sie unsicher sind, sollen sie am besten vorsorglich einen Antrag stellen.

Mutterschutz

Der Mutterschutz gilt ab Januar 2018 auch für Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen, wenn das Praktikum Teil der Ausbildung ist. Sie profitieren dann von der Schutzfrist sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit müssen Schülerinnen und Studentinnen nicht in die Schule oder an die Uni.

Aber: Wenn du dich als junge Mutter fit fühlst, kannst du auch vor Ablauf der Schutzfrist wieder in die Schule oder an die Uni, in den Betrieb oder dein Praktikum fortsetzen.

Krankenversicherung

Sind deine Eltern gesetzlich krankenversichert, bist du es über die beitragsfreie Familienversicherung in der Regel auch. Wenn du selbst Geld verdienst, musst du dich ab einem bestimmten Einkommen selbst um deine Krankenversicherung kümmern. Diese Einkommensgrenze erhöht sich mit dem Jahreswechsel von 425 Euro auf 435 Euro monatlich. Verdienst du weniger, bist du in der Regel über die Krankenversicherung deiner Eltern mitversichert. Als Minijobber darfst du bis zu 450 Euro verdienen und trotzdem familienversichert sein. Sobald du in der Ausbildung bist, musst du dich selbst krankenversichern.

Mindestlohn

Der Mindestlohn wird zwar 2018 nicht erhöht, dafür gilt er ab 1. Januar 2018 aber flächendeckend. Alle Branchen müssen den Mindestlohn zahlen. Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen, sind dann nicht mehr zulässig.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag ist die Einkommensgrenze, bis zu der keine Steuern gezahlt werden müssen. Er steigt 2018 für Ledige von 8.820 Euro auf 9.000 Euro im Jahr.

Missbrauch der Bankkarte

Wird deine Bank- oder Kreditkarte von jemandem missbraucht, haftest du ab 2018 nur noch mit maximal 50 Euro für Schäden, die dadurch entstanden sind. Bisher waren es 150 Euro. Wenn du aber fahrlässig gehandelt hast und nicht gut auf deine Karte aufgepasst oder deine PIN weitergegeben hast, trägst du selbst die Verantwortung.

EU-weit streamen

Ab dem 20. März 2018 fällt das Geoblocking bei Streamingdiensten wie Netflix, Amazon, iTunes und anderen weg. Du kannst dann auch im EU-Ausland Musik und Filme streamen, ohne dass die Anbieter dafür zusätzliche Gebühren erheben dürfen.

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