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Neues in 2019

Dezember 2018 – Was ist das Beste an 2018? Klar, die Vorfreude auf 2019! Denn das neue Jahr bringt ein paar gute Neuerungen für dich: Weniger Abgaben für Arbeitslosen- und Krankenversicherung, der Mindestlohn steigt und die Brückenteilzeit kommt.

Arbeitslosenversicherung

Von deinem Bruttogehalt fließen bisher 3 Prozent in die Arbeitslosenversicherung, die Hälfte zahlst du, die andere Hälfte übernimmt dein Arbeitgeber. Ab 2019 sind es nur noch 2,5 Prozent. Du wirst also entlastet. Das liegt an der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt: Es gibt so wenig Arbeitslose wie seit den 1990ern nicht mehr, dafür aber viele offene Stellen. Das Risiko arbeitslos zu werden, ist deshalb gering. Deshalb braucht die Arbeitslosenversicherung, die im Fall der Fälle Arbeitslosengeld zahlt, zurzeit nicht so viel Geld.

Pflegeversicherung

Was du bei der Arbeitslosenversicherung sparst, fließt in die Pflegeversicherung: Der Beitrag steigt 2019 von 2,55 Prozent auf 3,05 Prozent. Wenn du über 23 Jahre alt und kinderlos bist, zahlst du nochmal 0,25 Prozent mehr, also 3,3 Prozent. Weil Eltern nicht nur Beiträge zahlen, sondern durch ihre Kinder auch das Umlageverfahren sichern, sollen sie in der Sozialversicherung entlastet werden. Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Kosten für Pflege durch einen Pflegedienst oder eine Pflegeeinrichtung, zahlt Pflegegeld an Angehörige und auch für Hilfsmittel, die Pflegebedürftigen den Alltag erleichtern.

Krankenversicherung

Neben dem gesetzlichen Krankenkassenbeitrag von 14,6 Prozent, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, zahlst du als Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag deiner Krankenversicherung bisher allein. Hier gibt es gleich zwei positive Neuerungen für dich: Erstens müssen Arbeitgeber ab 2019 die Hälfte des Zusatzbeitrages übernehmen, zweitens sinkt der Zusatzbeitrag bei vielen Krankenkassen um 0,1 Prozent auf durchschnittlich 0,9 Prozent. Du zahlst also weniger als bisher.

Familienversicherung

Sind deine Eltern gesetzlich krankenversichert, bist du es über die beitragsfreie Familienversicherung in der Regel bis maximal zu deinem 25. Geburtstag auch. Wenn du selbst Geld verdienst, musst du dich ab einem bestimmten Einkommen selbst um deine Krankenversicherung kümmern. Diese Einkommensgrenze erhöht sich mit dem Jahreswechsel von 435 Euro auf 445 Euro monatlich. Verdienst du weniger, bist du in der Regel über die Krankenversicherung deiner Eltern mitversichert. Als Minijobber darfst du bis zu 450 Euro im Monat verdienen und trotzdem familienversichert sein. Sobald du in der Ausbildung bist, musst du dich selbst krankenversichern.

Betriebliche Altersvorsorge

Ab 2019 lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge für dich noch mehr, denn ab dann müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Zuschuss zahlen. Den Zuschuss bekommst du für einen ab 1. Januar 2019 geschlossenen neuen Vertrag, wenn du Geld über die Entgeltumwandlung sparst. Dann zahlt dein Arbeitgeber 15 Prozent deiner angesparten Summe obendrauf. Für bestehende Verträge gilt das erst ab 2022.

Selbstständigkeit

Wenn du selbstständig bist und dich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern willst, musst du ab 2019 deutlich weniger in einzahlen. Der Mindestbeitrag wird auf 171 Euro halbiert. Damit sollen mehr Selbstständige mit kleinem Einkommen den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten. Je höher dein Einkommen ist, desto höher steigt auch der Beitragssatz.

Abgaben für Geringverdiener/Midijobs

Wenn du nicht so viel verdienst, musst du auch nicht die vollen Beiträge zu allen Zweigen der Sozialversicherung zahlen. Bisher galt das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen zwischen 450,01 und 850 Euro (Midijob). Ab Juli 2019 wird diese Einkommensgrenze angehoben: Die vollen Beiträge zur Sozialversicherung musst du erst zahlen, wenn du 1.300 Euro und mehr verdienst. Unter dieser Grenze wird dir nur ein Teil der Beiträge vom Gehalt abgezogen, dein Arbeitgeber zahlt aber seinen vollen Anteil für dich.

Wichtig: Damit sich die niedrigeren Beiträge nicht negativ auf dem Rentenkonto auswirken, rechnet die Rentenversicherung so, als hättest du Rentenbeiträge von deinem vollen Gehalt eingezahlt.

Tipp: Wie hoch deine Beiträge ausfallen, kannst du mit diesem Gleitzonenrechner ermitteln.

Brückenteilzeit

Wenn du kurzzeitig in Teilzeit arbeiten willst, zum Beispiel, weil du Kinder hast oder einen Angehörigen pflegst, hast du ab 2019 das Recht, wieder in eine Vollzeitstelle zurückzukehren. Diese neue Brückenteilzeit gilt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ab 1. Januar 2019 einen Arbeitsvertrag in Teilzeit abschließen. Voraussetzung: Dein Betrieb muss mindestens 45 Mitarbeiter haben.

Erwerbsminderungsrente

Wenn du als Azubi wegen eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr oder nicht mehr voll arbeiten kannst, kannst du einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente von der Deutschen Rentenversicherung haben. Und die fällt ab 2019 schrittweise höher aus: Die Deutsche Rentenversicherung rechnet so, als ob du bis zur Regelaltersgrenze gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hättest. Weil die Regelaltersgrenze schrittweise erhöht wurde, erhöhen sich jetzt auch schrittweise die Erwerbsminderungsrenten.

Kindergeld

Das Kindergeld, das deine Eltern bekommen, so lange du unter 25 und in der Ausbildung bist, steigt ab Juli 2019 von 194 auf 204 Euro.

Mindestlohn

Der Mindestlohn steigt ab Januar 2019 auf 9,19 Euro und zum 1. Januar 2020 nochmals auf 9,35 Euro.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag ist die Einkommensgrenze, bis zu der keine Steuern gezahlt werden müssen. Er steigt 2019 für Ledige von 9.000 Euro auf 9.168 Euro pro Jahr.

Telefonieren ins EU-Ausland

Nachdem die Roaming-Gebühren innerhalb der EU abgeschafft wurden, sollen nun auch Telefonate ins EU-Ausland billiger werden. Ab Mai 2019 sollen Auslandsgespräche innerhalb der EU nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten. Für SMS an ausländische Nummern sollen maximal sechs Cent fällig werden.

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