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Neues Jahr, neue Beiträge

 

Januar 2015 – Ab diesem Jahr musst du weniger von deinem Lohn in die Rentenkasse zahlen. Denn zum 1. Januar 2015 hat die Bundesregierung den Beitragssatz für die Rentenversicherung reduziert: Statt bisher 18,9 Prozent des Bruttoeinkommens werden ab sofort nur noch 18,7 Prozent pro Monat fällig. Den Beitrag teilst du dir mit deinem Arbeitgeber, das heißt, jeder von euch zahlt die Hälfte. Es sei denn, du verdienst weniger als 325 Euro im Monat. Dann zahlt dein Arbeitgeber alle Beiträge zur Sozialversicherung allein. Und dazu gehören neben der Rentenversicherung auch die Kranken-, die Pflege- und die Arbeitslosenversicherung. Die Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber immer allein.

Diese Sonderregelung wegen geringer Einkünfte gilt aber nur für Arbeitnehmer, die – wie Azubis oder Praktikanten - in der Berufsbildung sind, und weniger als 325 Euro verdienen. Und sie gilt für Jugendliche, die ein freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) machen – unabhängig davon, wie viel sie verdienen.

Gesunken ist auch der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung – von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent. Auch diesen Beitrag teilst du dir mit deinem Arbeitgeber. Viele Krankenkassen haben aber schon angekündigt, dass ihnen das nicht reicht, um ihre Ausgaben für Kranke zu decken. Die meisten von ihnen werden deshalb einen Zusatzbeitrag erheben, der bei um die 0,9 Prozent des Bruttogehalts liegt. Wenn das bei dir auch so ist, hast du nichts gespart.  

Teurer wird die Pflegeversicherung: Der Beitrag steigt um 0,3 Prozentpunkte von 2,05 auf 2,35 Prozent – für Kinderlose über 23 Jahren auf 2,6 Prozent. Ausgenommen sind Wehr- und Zivildienstleistende und Empfänger von Arbeitslosengeld II. Mit den höheren Einnahmen will die Pflegeversicherung dafür sorgen, dass Kranke besser gepflegt werden können.

Weniger Stunden, weniger Beiträge

Minijobber müssen ab 2015 nur noch 3,7 Prozent ihres Bruttogehalts in die Rentenkasse einzahlen, also höchstens 16,65 Euro (bei 450 Euro Verdienst). Bisher waren es 3,9 Prozent. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich 15 Prozent. Wer will, kann sich seinen Rentenbeitrag zwar auch sparen. Dann aber bekommst du später auch weniger Rente. Minijobber in Privathaushalten zahlen 13,7 Prozent.

Du hast sicher schon gehört, dass ab 2015 auch ein Mindestlohn von 8,50 Euro für fast alle Beschäftigten gilt. Das gilt auch für Minijobber.

Übrigens: Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung haben keinen Anspruch auf Mindestlohn. Und wenn du ein Pflichtpraktikum für Schule, Ausbildung oder Studium machst, auch nicht.

 

#Geringverdienergrenze: Wenn du als Azubi weniger als 325 Euro im Monat verdienst, zahlt dein Arbeitgeber alle Beiträge zur Sozialversicherung allein.

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