Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Navigation und Suche

Hauptinhalt

Raus aus den Schulden

März 2019 – Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig? Ständig flattern neue Rechnungen ins Haus? Und dann geht auch noch das Handy kaputt?

Wenn die Ausgaben dauerhaft die Einnahmen übersteigen, du ständig im Dispo bist und die Gläubiger schon die dritte Mahnung schicken, befindest du dich höchstwahrscheinlich in der Schuldenfalle.

Und dann hörst du noch von allen Seiten, du müsstest eigentlich auch was fürs Alter zurücklegen...

Bevor du daran denken kannst, etwas für deine Altersvorsorge zu tun, solltest du zunächst einmal deine Schulden in den Griff bekommen. Hier die fünf wichtigsten Tipps:

 

#1 – Aufstellung der Schulden machen

Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß? Leider hilft es dir gar nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Gestehe dir dein Schuldenproblem ein und mache einen ehrlichen und realistischen Kassensturz.

  • Unterlagen, (ungeöffnete) Briefe, Kontoauszüge sichten
  • Aktuellen Schuldenstand bei den Gläubigern abfragen
  • Offene Beträge und Schulden auflisten
  • Bei der Schufa, bei CRIF-Bürgel, Creditreform oder der Gerichtsvollzieherverteilerstelle des zuständigen Amtsgericht fragen, ob dort etwas gegen dich vorliegt und wenn ja, was.

#2 – Überblick über Ein- und Ausgaben verschaffen

Klingt erst mal nach viel Arbeit, lohnt sich aber, denn dadurch hast du deine Finanzen im Blick und erkennst Sparmöglichkeiten.

  • Budgetplan erstellen – wie viel gebe ich im Monat für was aus? Wie viel Geld kommt rein? Denk dabei auch an quartals-, halb- oder jährlich abgerechnete Forderungen.
  • Haushaltsbuch führen – Hier trägst du jeden Tag ein, was du ausgegeben hast. So kommst du dem „Kleinvieh“ auf die Schliche, das ja bekanntlich auch Mist macht.

Weißt du spontan, wie viel Geld du im Monat ausgibst und wofür? Das haben wir andere Jugendliche auf der Straße gefragt. Guck dir die Umfrage an.

#3 – Suche dir Unterstützung

Du bist nicht alleine! Es gibt viele Anlaufstellen, bei denen du dir professionelle Hilfe holen kannst – trau dich und mache den ersten Schritt.

So erkennst du eine seriöse Schuldnerberatung:

  • Sie ist kostenlos – und zwar nicht nur beim Erstgespräch. Ein Honorar sollte nur dann fällig werden, wenn du ein Einkommen hast und keine Bedürftigkeit vorliegt.
  • Sie ist freiwillig. Das heißt, du musst keinen Vertrag mit der Schuldnerberatung unterschreiben.
  • Sie ist transparent. Du solltest am Ende der Beratung verstanden haben, was die Konsequenzen der gemeinsam entwickelten Lösung sind, wie die nächsten Schritte aussehen, welche davon die Schuldnerberatung einleitet und bei welchen du tätig werden musst.
  • Sie hält Kontakt mit dir und informiert dich regelmäßig über die nächsten Schritte.
  • Sie prüft und sichert mit dir dein Haushaltsbudget. Und erst dann geht es an die Bezahlung von Schulden.

Informationen zum Thema und Beratungsstellen in deiner Nähe findest du zum Beispiel bei der Caritas oder bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung.

#4 – Prioritäten setzen

Es gibt ein paar grundsätzliche, wichtige Spielregeln beim Umgang mit Schulden:

  • Zahle deine Schulden niemals mit der Aufnahme von neuen Schulden ab!
  • Bediene zunächst unabwendbare Schulden, wie Miete, Mietnebenkosten, Lebensmittel und auch ggf. Geldstrafen und zahle erst dann die weniger dringlichen Forderungen. Ansonsten kann im schlimmsten Fall eine Haftstrafe drohen.
  • Verträge sind binden. Also checke lieber doppelt, was du unterschreibst – vor allem bei Käufen im Netz. Bist du dir unsicher, schlaf noch mal drüber und lass dich unabhängig dazu beraten.

#5 – Sparen! Sparen! Sparen!

Klingt logisch, oder? Wenn du kein Geld hast, solltest du auch keins ausgeben. Naja, zumindest so wenig wie möglich. So hältst du dein Geld zusammen:

  • Verzichte auf alles Unnötige.
  • Kündige ALLE! Abonnements.
  • Überprüfe deinen Handytarif und wechsle – wenn möglich – in einen günstigeren Vertrag oder gleich zu einem Prepaid-Anbieter.
  • Checke deinen Versicherungsschutz. Sind die Versicherungen überhaupt sinnvoll, brauchst du sie wirklich? Wenn ja, gibt es eventuell eine günstigere Alternative?
  • Hast du ein Auto? Kannst du darauf verzichten? Hier verbirgt sich ein großes Sparpotenzial.
  • Dispokredite sind extrem teuer. Sprich mit deiner Bank über Alternativen.
  • Mache vor dem Einkaufen Essenspläne und kaufe gezielt nach deiner Einkaufsliste ein. Achte dabei auf Sonderangebote.
  • Zahle bar. Auch wenn es bequemer ist, die Karte zu zücken. Dann behältst du besser den Überblick. Checke regelmäßig deinen Kontostand.

Weiterführende Links

m.bundesregierung.de
Ratgeber: „Schulden abbauen – Schulden vermeiden“ des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung

www.cjs-hannover.de
Jugendfinanzcoaching der Caritas

Rentenblicker: Profile im Überblick

Weiterführende Informationen