Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

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Mit Garantie

November 2015 – Früher waren Riester-Rentenversicherungen jedes Jahr die „Top-Seller“ unter den vier Riester-Varianten. Das brachte ihnen die Nummer eins unter den Riester-Produkten (11 Millionen Verträge) – vor Riester-Fondssparplänen (3,1 Millionen), Wohn-Riester (1,5 Millionen) und Riester-Banksparplänen (0,8 Millionen) ein.

Lohnt es sich, auf die Nummer eins zu setzen? Kommt drauf an. Ein Blick auf die „inneren Werte“:

  • Wenn Du eine Rentenversicherung abschließt, wird dein monatlich eingezahlter Betrag von einer Versicherung sehr konservativ (vorsichtig) angelegt. Hohe Sicherheit heißt aber auch geringe Rendite.
  • Schon beim Abschluss teilt man dir mit, mit welcher Rente du im Alter garantiert rechnen kannst. Diese Planungssicherheit bietet dir kein anderes Riester-Produkt.
  • Kern der Berechnung ist der Garantiezins, der noch für alle Riester-Rentenversicherungen gilt und für Neuverträge geändert werden kann. 2015 beträgt er für Neuverträge 1,25 Prozent – so gering war der Garantiezins noch nie (früher bis zu 4,0 Prozent). Derzeit wird in der Politik ein Wegfall des Garantiezinses in 2016 diskutiert. Was das für die Verzinsung von Riester-Rentenversicherungen bedeutet, ist noch unklar.
  • Wichtig: Der Garantiezins wird nur auf deinen Sparanteil berechnet. Das ist der Teil deiner Einzahlungen, der wirklich angelegt wird. Vorher rechnen Versicherungen noch ihre Kosten und Risikoanteile ab.
  • In der Realität wirst du voraussichtlich mehr erhalten, als die genannte Garantierente. Zusätzlich fließen in deinen Vertrag nämlich wahrscheinlich „Überschussanteile“: Überschüsse entstehen, wenn die Kosten des Versicherers geringer als geplant ausfallen, er das Geld seiner Versicherten besonders gut am Markt anlegen konnte oder die tatsächliche Lebenserwartung der Versicherten kürzer ist als erwartet. Denn wenn Versicherte kürzer leben, müssen Versicherungen weniger Rente an ihre Kunden zahlen. Weniger Kosten, Erfolg bei der Geldanlage und weniger Rentenzahlungen – alles das führt dazu, dass die Versicherung besser dasteht als zuvor berechnet. An diesem „Erfolg“ muss sie dich durch Überschussanteile beteiligen.

Riester-Rentenversicherungen sind also planungssicher, aber eher renditeschwach. Gut, dass du staatliche Förderung bekommst: Der Staat schießt jedes Jahr bis zu 154 Euro Grundzulage plus einmalig 200 Euro Berufseinsteigerbonus zu. Solltest du mal Kinder bekommen, zahlt der Staat zusätzlich eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr. Um an die Zulagen zu kommen, musst du vier Prozent deines Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, wobei die Zulagen bereits mitgezählt werden. Mindestens 60 Euro pro Jahr musst du beisteuern und einen Zulagenantrag stellen.

Treue zahlt sich aus

Die Kosten für Riester-Rentenversicherungen gelten als hoch. Gerade in den ersten fünf Jahren wird viel abgezogen. Deswegen raten wir dir: Sei dir bei der Auswahl ganz sicher. Kündigst du in den ersten Jahren, verlierst du in der Regel viel Geld. Am besten, dein Produkt begleitet dich bis ins hohe Rentenalter. Bei der Auswahl helfen die Tests der Stiftung Warentest oder die Verbraucherzentralen (siehe unten).

Übrigens: Manchmal wird dir statt einer klassischen Riester-Rentenversicherung eine „fondsgebundene“ Riester-Rentenversicherung angeboten. Hier legt die Versicherung das Geld risikoreicher in Investmentfonds an. Eine garantierte Rente wird dir bei diesem Produkt nicht geboten. Willst du das Risiko eingehen, bist du mit Riester-Fondssparplänen häufig besser bedient, sagen Verbraucherschützer.

 

Mehr Informationen

  • www.test.de
    Test von Riester-Rentenversicherungen auf der Internetseite der Stiftung Warentest. Der Abruf kostet 2,50 Euro.

 

#Riester-Rentenversicherung: Sie ist eine besonders gut planbare und sichere Altersvorsorge mit staatlicher Förderung aber schmalem Garantiezins.

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Basiswissen Riester-Rente

Die Riester-Rente gibt es seit 2001. Sie wird durch den Staat mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Staatliche Regeln sorgen dafür, dass sie sehr sicher ist. Wenn du in Rente gehst, und deine Riester-Rente ausgezahlt wird, hast du garantiert keine Verluste gemacht. Mindestens deine Einzahlungen und die staatliche Förderung sind dir garantiert.

Wirst du mal arbeitslos, wird dein Riester-Erspartes in der Regel nicht angerechnet. Im Alter musst du die ausbezahlte Riester-Rente allerdings versteuern. Wenn du vor der Rente deinen Riester-Vertrag auflöst, und nicht wieder in einen neuen Riester-Vertrag oder eine selbstgenutzte Immobilie investierst, musst du die staatliche Förderung zurückzahlen. Alle Riester-Renten sind zertifiziert, das bedeutet aber nicht, dass sie super toll sind. Es gibt gute und schlechte Verträge, für dein Leben passende und unpassende. Lass dich vor dem Abschluss beraten!

Unter anderem gibt es auch folgende Riester-Produkte:

Weiterführende Informationen