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Schulden sind Feinde

August 2014 - Vor allem im Internet und in Elektronikmärkten gibt es die Möglichkeit, in Raten zu zahlen. Doch wenn du vieles auf Pump kaufst, kannst du dich leicht verzetteln. Dann lieber das Girokonto überziehen? Bloß nicht! Jeder Euro, den du überziehst, kostet dich viele Zinsen.

Wenn du zu viel auf Raten zahlst oder das Konto überziehst, häuft sich schnell einen Schuldenberg an. Von dem kommst du gerade als Schulabgänger oder Azubi nur sehr langsam wieder runter. In dieser Zeit verdient man einfach noch zu wenig. Die Folge: Du schleppst deinen Schuldenberg Jahre mit dir rum. Das schränkt ein im Leben: Weggehen, Urlaub mit Freunden, Spaß haben – ohne dich.

Jeder Achte ist überschuldet

Doch ab wann bist du überschuldet? Wenn du langfristig deine Zahlungsverpflichtungen – also die Raten oder das Minus auf deinem Konto – nicht mehr durch deine regelmäßigen Einnahmen und dein Erspartes decken kannst.

Bereits jeder Achte unter den 18- bis 20-Jährigen kann seine laufenden Kosten nicht zahlen. Die Zahl der Schuldner unter 20 Jahren hat sich seit 2004 fast vervierfacht. Und bei den Älteren sieht es auch nicht besser aus: Die Zahl der 20- bis 29-jährigen Schuldner ist um knapp 60 Prozent gestiegen. Das hat die Finanzauskunft Creditreform herausgefunden. Die ermittelt jährlich, wie es um die Finanzen der Deutschen steht.

Die meisten Schulden macht deine Altersklasse für Urlaube und Ausbildung. Bei den Anschaffungen auf Pump stehen Handys, Fernseher und andere Unterhaltungselektronik ganz oben. Vor allem der Kauf übers Internet samt elektronischer Bezahlung kann schnell dazu führen, dass man den Überblick über die eigenen Ausgaben verliert.

Damit es gar nicht erst soweit kommt:

  • Selbst-Analyse: Wie hoch sind deine Fixkosten für Wohnen, Essen, Verkehrsmittel, Versicherungen, Altersvorsorge und Kommunikation? Verschaff dir einen Überblick. Dann weißt du, wie viel du darüber hinaus pro Woche ausgeben kannst. Frag dich vor jedem Kauf, ob du dir das wirklich leisten kannst – und ob du es wirklich brauchst.
  • Vorsicht beim Dispokredit: Dieser Überziehungskredit bei deiner Bank ist übers Girokonto sofort verfügbar. Der Kreditrahmen liegt bei einem bis drei Monatsgehältern. Das ist zwar bequem, aber die Banken wollen daran auch verdienen. Die Zinsen, die du dafür zahlen musst, sind extrem hoch. Man rutscht immer tiefer ins Minus.
  • Angebote im Internet genau durchlesen: Ein Klick und schon ist es passiert. Bevor du irgendwas bestätigst, lies dir vorher genau die Bedingungen durch. Schau auf Extrakosten und Versandbedingungen.
  • Tarife vergleichen: Bevor du einen Vertrag mit einem Telefonanbieter abschließt, vergleiche die Tarife genau. Da gibt’s einiges an Sparpotenzial.
  • Bar zahlen: Auch wenn es bequemer ist, die Karte zu zücken – zahle bar. Dann behältst du besser den Überblick. Checke regelmäßig deinen Kontostand.
  • Sparen: Klingt vielleicht altbacken, aber leg dir am Monatsanfang immer einen kleinen Betrag zur Seite. Dann kannst du auf teure Anschaffungen wie ein neues Smartphone sparen.

Kommst du mit deinen Finanzen nicht klar, bekommst du Hilfe auf der Seite der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung auf www.meine-schulden.de.

#Überschuldung: Du bist überschuldet, wenn du auf Dauer deine Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen kannst.

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