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Au-pair? Oh ja!

Abenteuer mit Familienanschluss – so bist du im Ausland abgesichert.

Juni 2016 – Fremde Länder erleben, neue Leute kennenlernen und dazu noch ein Taschengeld verdienen – alles das ermöglicht dir ein Au-pair-Aufenthalt. Viele gehen für sechs bis zwölf Monate ins Ausland, aber auch kürzere Aufenthalte sind möglich. Damit du aus deiner Au-pair-Zeit nur schöne Erinnerungen behältst, solltest du dich vorab unbedingt um ein paar Dinge kümmern.

Agentur: Die meisten Au-pairs werden über Agenturen vermittelt. In Deutschland sind vertrauenswürdige und zuverlässige Agenturen durch das „RAL-Gütezeichen“ zertifiziert und in der „Gütegemeinschaft Au pair e.V.“ organisiert. Auf der Internetseite guetegemeinschaft-aupair.de findest du Links zu den Agenturen.

Vertrag: Bei Agenturen ist es üblich, dass du und deine Gastfamilie einen Vertrag abschließen. Das ist eine Vorschrift zu einem Europäischen Au-pair-Übereinkommen. Im Vertrag stehen deine Aufgaben, wer die Reisekosten übernimmt, wie viel Taschengeld du bekommst und wie viele Stunden du pro Woche arbeitest. Wenn du ohne Agentur ins Ausland gehst, kannst du diese Punkte auch per Mail regeln. Eine Übersicht über übliche Wochenarbeitsstunden gibt es bei aupairworld.com.

Krankenversicherung: Ob und wie du auch im Ausland durch deine deutsche Krankenversicherung abgesichert bist, hängt von vielen Faktoren ab – etwa deinem Alter, der Höhe deines Taschengeldes als Au-pair oder den Bestimmungen in deinem Zielland. Planst du deinen Aufenthalt über eine Agentur, wird sie dich bei deinem Krankenversicherungsschutz beraten. Gehst du auf eigene Faust ins Ausland, solltest du deinen Krankenversicherungsschutz vorher mit deiner Kasse abklären. Es macht oft Sinn, zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen – die kann Leistungen bezahlen, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen dürfen (siehe Links am Ende). Dazu zählt etwa ein medizinisch notwendiger Krankenrücktransport aus dem Ausland, der leicht mal eine fünfstellige Summe kosten kann.    

Haftpflichtversicherung: Stell dir vor, bei deiner Gastfamilie geht Geschirr zu Bruch oder es passiert etwas bei der Kinderbetreuung. Für die finanziellen Folgen gibt es Haftpflichtversicherungen, die Gefahren des täglichen Lebens sowie die Au-pair-Tätigkeit versichern. Egal ob du noch bei deinen Eltern oder selbst versichert bist, informiere dich im Vorfeld bei der Versicherung über deinen Schutz. Das rät auch Bianca Boss, Pressesprecherin vom Bund der Versicherten. Dabei solltest du klären, ob du europa- oder weltweit versichert bist und über welchen Zeitraum. Wichtig ist auch, gezielt nachzufragen, ob die Tätigkeiten als Au-pair abgedeckt sind.

Unfallversicherung: Solltest du hier in einer Familienversicherung oder einzeln versichert sein, bist du in der Regel gut abgesichert. Laut Cordula Walter-Bolhöfer von der Gütegemeinschaft Au pair e.V. solltest du dich aber vorab bei der Versicherung informieren, in welchen Ländern der Schutz gilt und ob er auch bei Tätigkeiten als Au-pair greift.

Kindergeld: Bis zu einem Alter von maximal 25 Jahren erhalten deine Eltern für dich Kindergeld – aber nur, wenn du noch in Ausbildung bist. Ein Au-pair-Aufenthalt gilt als Teil deiner Berufsausbildung, wenn du mindestens zehn Stunden Sprachunterricht pro Woche hast. Dann erhalten deine Eltern auch weiterhin Kindergeld für dich.

Waisenrente: Wenn du eine Waisenrente bekommst, musst du nichts befürchten. Dir wird weder die Waisenrente gestrichen, weil du kurzfristig im Ausland bist, noch wird dein Au-pair-Einkommen auf die Waisenrente angerechnet. Informationen im Internet, die das behaupten, sind seit Juli 2015 veraltet.  

Weitere Informationen findest du hier:

 

#Au-Pair: Auslandsaufenthalt mit Familienanschluss und Taschengeld für alle ab 18 Jahre. 

 

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