Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

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Was passiert, wenn was passiert?

So helfen dir unsere Sozialversicherungen nach einem Unfall.

Oktober 2016 – Morgens vor der Arbeit noch joggen ... und zackt ist es passiert: Du bist gestolpert und gestürzt. Die Verletzungen können von kleinen Schürfwunden bis hin zu schwierigen Brüchen reichen. Als Auszubildender wirst du nach einem Sturz aufgefangen – durch das System der Sozialversicherungen.

Keine Sorge ums Geld

Mit der Verletzung heißt es erstmal ab zum Arzt. Und hier profitierst du bereits vom Sozialversicherungssystem: Die Behandlung bezahlt nämlich deine Krankenversicherung. Je nach Schwere der Verletzung kann es sein, dass du vom Arzt eine bestimmte Zeit arbeitsunfähig geschrieben wirst.

Um deine Finanzen musst du dich nicht sorgen – auch wenn du einige Tage oder Wochen arbeitsunfähig bis. Bis zu sechs Wochen gibt es in der Regel weiterhin Geld von deinem Chef oder deiner Chefin. Kannst du danach noch immer nicht arbeiten, hilft wieder deine Krankenkasse: Sie zahlt dir dann dein Krankengeld – falls nötig bis zu 78 Wochen. Das ist dann allerdings deutlich niedriger als dein regelmäßiges beitragspflichtiges Arbeitseinkommen.  

Verlierst du deinen Ausbildungsplatz oder bist du auch nach den 78 Wochen noch arbeitsunfähig geschrieben, springt die Arbeitslosenversicherung ein und du bekommst Arbeitslosengeld – anstelle von Lohn oder Krankengeld. Bei Bedarf hilft dir deine Arbeitsagentur bei der Jobsuche.

Damit es mit der Ausbildung klappt

Du bist nach dem Unfall für eine längere Zeit in deiner Arbeit beeinträchtigt? Dann kommt die Deutsche Rentenversicherung ins Spiel. Hast du mindestens ein Jahr in die Rentenversicherung eingezahlt, gilt der Schutz für Freizeitunfälle. Die Rentenversicherung zahlt unter anderen für die medizinische Rehabilitation (Reha), damit du möglichst bald wieder fit für deine Ausbildung bist. Dazu gehört zum Beispiel eine Klinikbehandlung mit Physiotherapie. Während der Reha zahlt dir die Rentenversicherung das sogenannte Übergangsgeld als Entgeltersatzleistung.

Neben der medizinischen Reha gibt es zudem noch "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben". Gemeint sind damit unter anderem spezielle Hilfsmittel am Arbeitsplatz, wie z. B. ein behindertengerechter Umbau. Sogar eine Umschulung kann drin sein, wenn du sonst aufgrund deiner Verletzung deine Ausbildung nicht weitermachen kannst.

Wenn nichts mehr geht

Und wenn es hart auf hart kommt? Kannst du nach dem Unfall weniger als drei  Stunden pro Tag arbeiten, steht dir eine sogenannte volle Erwerbsminderungsrente zu. Eine teilweise Erwerbsminderungsrente bekommst du, wenn du noch mindestens drei, aber nicht mehr als sechs Stunden am Tag arbeiten kannst.

Solltest du auf diese Rente angewiesen sein, profitierst du gleich von drei Sonderregeln für Azubis:

  • Normalerweise müssen Arbeitnehmer fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, damit sie einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente haben. Du nicht. Azubis sind bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit ab der ersten Minute in Ausbildung abgesichert. Freizeitunfälle sind abgedeckt, wenn du ein Jahr Rentenversicherungsbeiträge gezahlt hast und voll erwerbsunfähig bist.
  • Die Höhe der Rente hängt von der Höhe deines letzten Einkommens ab. Das wäre schlecht für dich, weil man als Azubi wenig verdient. Die Deutsche Rentenversicherung führt aber eine Höherbewertung durch. Du bekommst also mehr Erwerbsminderungsrente, als aufgrund deines Einkommens zu erwarten ist.
  • Und drittens rechnet die Rentenversicherung so, also ob du bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet hättest. Auch dadurch bekommst du noch mal mehr Erwerbsminderungsrente.

Aber über was schreiben wir hier eigentlich? Wir wünschen dir, dass du gesund bleibst und einfach nur weißt, dass du nicht ins Bodenlose fällst, wenn mal was passiert. Es gibt viele, die dir dann helfen. Die Sozialversicherung mit allen ihren Zweigen gehört dazu.

 

#Sozialversicherungen: Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung – sie alle helfen in Notfällen.

 

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