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Tolle Aktion: „Firewall Live“ – Sich selbst im Netz schützen

Juni 2016 – Du kennst YouTube, SnapChat, Facebook und Co. Aber wie ist das mit Datenschutz, Urheberrechten und Mobbing im Netz? Das erklärt das bundesweite Präventionsprojekt „Firewall Live“. Was „Firewall Live“ genau ist, wie eine Schulung aussieht und auf was auch du achten solltest, erklärt Medientrainer Ansgar Sporkmann. Er ist mit Medienkollegen an Schulen unterwegs.

Was ist „Firewall Live“ genau?

Das Projekt „Firewall Live“ informiert Schüler der 6. bis 8. Klassen über fiese Fallstricke im Netz. „Dazu gehören Datenschutz, Urheber- und Persönlichkeitsrechte“, sagt Ansgar. Für die Lehrer und Eltern gibt es einen Elternabend. Angeboten wird das Projekt gemeinsam von der Krankenkasse Knappschaft und dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB).

Ansgar und seine Kollegen besuchen jedes Jahr viele Schulen, zum Beispiel im hessischen Dietzenbach: „Im Vordergrund steht für uns der Dialog mit den Schülern. Wir stehen nicht vor den Klassen und erklären, was alles verboten ist und welche Konsequenzen zu befürchten sind.“ Zunächst geht es um soziale Netzwerke und wo mögliche Probleme liegen. Was rechtlich erlaubt ist und wo Fallen beim Datenschutz liegen, vermitteln die Medientrainer mit einem Quiz. Wusstest du zum Beispiel, dass in den Bildern, die mit einem Smartphone und aktivem GPS gemacht werden, Informationen zum genauen Ort und zur Uhrzeit gespeichert sind? Auch um das verbreitete Phänomen Cybermobbing geht es ausführlich mit einem Film und einer Gesprächsrunde.

Mehr auf eigene Daten achten

Viele sind sehr überrascht. „Ich wusste nicht, dass bei Wikipedia unter den Bildern steht, ob oder wie man sie verwenden darf“, erklärt Rebecca (alle Namen von der Redaktion geändert). Auch mögliche Konsequenzen für sich oder ihre Eltern waren einigen Schüler nicht bekannt: „Dass Hintergrundmusik so problematisch ist, war mir nicht klar. Vor allem nicht, dass es so teuer ist, wenn man gegen die Urheberrechte verstößt“, ist Sebastian verblüfft. Manuel will die Tipps direkt umsetzen: „Ich wusste nicht, dass ich Bilder von Websites nicht einfach posten darf. Ich will keine Daten von mir ins Netz stellen.“

Warum sollte ich als Schüler meine Daten schützen?

Wo machst du gerade Urlaub, wer sind deine Freunde, für welche Themen interessierst du dich? Das ist nicht nur für deine Freunde interessant, sondern auch für Einbrecher und Firmen, bei denen du dich gerade bewirbst. „Personalabteilungen machen sich ein Bild von ihren Bewerbern, indem sie im Internet und in den Netzwerken nach Informationen suchen“, weiß der Medientrainer. Auch für Cybermobbing können die Daten genutzt werden, zum Beispiel, um das Opfer schlecht darzustellen.

 

Was sind typische Fallen?

Die klassische Falle im Internet lauert bei den Privatsphäre-Einstellungen: „Ein falsches Häkchen und alle sehen mein Posting, mein Bild oder meine persönlichen Daten.“ Der beste Schutz für die eigenen Informationen ist dabei einfach: So wenig wie möglich im Netz verraten. Denn peinliche Bilder, Videos und Posts bleiben für immer im Netz.

Was kann ich gegen Cybermobbing machen?

Mobbing gibt es überall. Neid, Angst, Langeweile – auch die Motive sind vielfältig. Wenn du gemobbt wirst, ist es wichtig, mit jemandem darüber zu reden – egal ob Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter oder Freunde. „Dann sollte man Beweise sichern, also alles abspeichern oder ausdrucken, damit man diese der Schulleitung oder der Polizei zeigen kann“, rät der Medientrainer. Wenn du mitbekommst, dass ein Freund oder Mitschüler gemobbt wird, solltest du auch hier Hilfe holen. „Ein wichtiger Schritt ist immer schon, nicht mitzumachen oder nicht nur zuzuschauen, sondern das Opfer anzusprechen und seine Hilfe anzubieten.“

Weitere Informationen findest du hier

  • www.firewalllive.de
    Internetseite des gemeinsamen Projekts „Firewall Live“ der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverband e.V. (DKSB)

 

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