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Tolle Aktion: Gärtnern in der Stadt

August 2015 – Wie wäre es, wenn du den Salat und das Obst, das du jeden Tag isst, einfach selbst anbaust? Geht nicht, wirst du sagen. Geht doch, sagen „Urban Gardener“. Das sind Menschen, die vor ihrer Haustür gemeinsam gärtnern. Mitten in der Stadt! Wie das funktioniert, erklärt Frauke Hehl, Mitbegründerin des Urban Gardening-Portals www.stadtacker.net.

Was ist Urban Gardening genau?

Den Trend Urban Gardening gibt es seit rund 15 Jahren. „Es geht darum, gemeinsam mit Anderen auf Grünflächen mitten in der Stadt etwas anzupflanzen – das können Blumen, aber auch Lebensmittel wie Salat oder Erdbeeren sein“, erklärt Frauke. Dabei wird direkt im Boden oder in sogenannten Hochbeeten, also zum Beispiel Kisten, gegärtnert. „In manchen Gemeinschaftsgärten kümmert sich eine Gruppe gemeinsam um ein Beet, in anderen hat man ein Beet für sich allein.“ Urban Gardening gibt es bisher vor allem in Großstädten, es kommen aber immer mehr kleinere Städte hinzu.

Ich habe Lust, das selbst auszuprobieren. Wie finde ich den richtigen Gemeinschaftsgarten?

„Ich würde einfach mit dem Fahrrad ein bisschen durch die unmittelbare Umgebung fahren und mir das Angebot an Gemeinschaftsgärten anschauen“, empfiehlt Frauke. „Das Beet sollte nicht kilometerweit entfernt sein. Gerade im Hochsommer muss man manchmal zwei Mal am Tag gießen.“ Natürlich kannst du auch im Internet fündig werden. Zum Beispiel auf der Website „www.stadtacker.net“, die Frauke mit aufgebaut hat. Hier findest du eine deutschlandweite Suche nach entsprechenden Feldern und Gärten. Übrigens musst du dir keine Sorgen machen, wenn du noch nicht volljährig bist, sagt Frauke: „In der Regel haben Gemeinschaftsgärten kein Mietkonzept, die Beetnutzer sprechen sich einfach untereinander ab. Schüler sind also herzlich willkommen!“

Muss ich Vorwissen mitbringen?

Nein. Es reicht, Lust darauf zu haben, etwas dazuzulernen. „Dann kann man sich bei den anderen Hobbygärtnern ganz viel abschauen und sich eine Menge erklären lassen.“ Ein guter Einstieg ist laut Frauke übrigens, eine Beetfläche erst einmal mit anderen Hobbygärtnern zusammen zu bepflanzen. „So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, wie Urban Gardening funktioniert.“

Wie teuer ist Urban Gardening?

„Am Geld muss es nicht scheitern“, sagt Frauke. In der Regel muss man einen kleinen Jahresbeitrag für die Nutzung der Fläche entrichten, das sind meist wenige Euro. „Zusätzlich benötigt man am Anfang natürlich etwas Saatgut, Erde und Gartenwerkzeug.“ Das war´s aber auch schon. Für das Saatgut gibt es Tauschmärkte und das Gartenwerkzeug kannst du dir entweder bei deinen Eltern ausleihen oder direkt im Gemeinschaftsgarten nachfragen.

(Bilder: © Kerstin Stelmacher, K.D. Grote, Gemeinschaftsgarten Rosa Rose)

 

#Tolle Aktion: Ihr kennt auch eine „tolle Aktion“ von der wir unbedingt einmal berichten sollen? Oder habt ihr sogar selbst ein tolles Projekt gestartet? Lasst es uns wissen! Wir suchen Schülerinnen und Schüler, die allein oder mit ihrer Klasse soziale Projekte umsetzen. Meldet euch unter redaktion[at]rentenblicker.de

#Urban Gardening #gärtnern #eigener Anbau

 

 

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