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Finanzen im Blick

März 2019 – Essen, Kino, Feiern, Reisen, Konzerte – weißt du spontan, wofür du im Monat das meiste Geld ausgibst? Wie schwer fällt es dir zu sparen? Wofür gibst du gerne mal mehr Geld aus und wie gehst du damit um, wenn es am Monatsende mal knapp wird?

Antworten – und ein paar gute Tipps.

Stella (22), investiert leidenschaftlich gerne in Livemusik

Die Musikstudentin weiß ganz genau, wofür sie monatlich das meiste Geld ausgibt: Konzertbesuche. Und das findet sie auch gut so, weil sie damit die Musikszene am besten unterstützen kann. Und wenn sie am Monatsende etwas knapper bei Kasse ist? „Wenn ich mir etwas Teureres kaufen oder mal wieder einen Urlaub machen möchte, bezahle ich das von meinem Nebenjob“, erzählt Stella stolz. „Meine Eltern zahlen für mich meine Miete und Krankenversicherung, für alles andere möchte ich selbst aufkommen“.

Jana (18), „Benzinausgaben tun weh!“

Seit knapp einem Jahr macht Jana eine Ausbildung und muss dafür täglich rund 60 Kilometer mit dem Auto fahren. Durch die berufsbedingte Pendelei verliert sie nicht nur viel Zeit, die regelmäßigen Autofahrten gehen auch ganz schön ins Geld. „Da ich noch zu Hause wohne und mir meine Eltern alles andere zahlen, muss ich für die Spritkosten selbst aufkommen. Das nervt ganz schön“. Wie sieht’s am Monatsende auf dem Konto aus? „Das will ich gar nicht sehen“, sagt Jana und winkt ab. Dafür legt sie aber auch jeden Monat etwas Geld auf dem Sparbuch zur Seite.

Silja (20), bezahlt gerne mehr für „mehr“

Silja gesteht erst zögerlich, dass sie das meiste Geld im Monat für teurere Kosmetik ausgibt. Aber dann erklärt sie ganz selbstbewusst: „Ich habe irgendwann mal ein etwas teureres Produkt ausprobiert und seitdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt für gute Kosmetik etwas mehr zu bezahlen. Außerdem ist es mir wichtig darauf zu achten, dass ich nur Produkte kaufe, die tierversuchsfrei sind – das hat natürlich seinen Preis“. Sie bleibt ihrer Überzeugung treu, auch wenn das Geld kostet. Dafür hat sie aber einen Tipp: Monatlich die Kontoauszüge checken. „Ich gehe meine Kontoauszüge am Monatsende immer durch, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wofür ich mein Geld tatsächlich ausgebe.“

Joscha (19), gönnt sich die richtig guten Plätze

Auf das neue coole Paar Sneaker kann Joscha gerne auch mal länger warten oder sogar verzichten. Aber für richtig gute Plätze beim nächsten großen Fußballspiel greift der 19-jährige Sportfan sofort zum Portemonnaie! Joscha erzählt, dass er schon von klein auf mit seinem allerersten Sparschwein gelernt hat, mit Geld umzugehen. Inzwischen hat er auf seinem Bankkonto eine vierstellige Summe angespart. Hebt er Geld davon ab, spart er danach erstmal, bis die Summe auf dem Konto wieder erreicht ist. „Wenn man einmal ein gewisses Budget erreicht hat, will man nicht mehr drunter.“ Es gibt ihm ein Gefühl der Sicherheit und der Selbstständigkeit zu wissen, dass er sich nicht nur auf seine Eltern verlassen muss.

Lisa (18), ständig auf Gutscheinjagd

Wer kennt es nicht: Der Hunger ist groß, der Kühlschrank ist voll und trotzdem entscheidet man sich dann oft für den Lieferdienst. Rund 70 Prozent ihrer monatlichen Ausgaben verwendet Lisa für Essen. Für sie gibt es neben dem Sport kaum eine andere vergleichbare Leidenschaft wie das Essen-Gehen mit Freunden oder Essen-Bestellen. Dabei ist Lisa ein absoluter Sparfuchs! In Sachen „Gutscheinjagd“ macht ihr keiner was vor! „Es kann auch mal einen Moment länger dauern, wenn ich etwas zu Essen bestellen möchte und erstmal online nach dem richtigen Gutschein suche – da muss der Hunger eben warten“, erzählt sie lachend. Das sei inzwischen zu ihrer Routine geworden: Egal was sie online bestellen will, „es gibt für fast jede Website zahlreiche Gutscheine, die ganz leicht über Suchmaschinen zu finden sind“.

Lennart (21), setzt klare Prioritäten

Lennart hat einen fixen monatlichen Ausgabenposten: Er least bereits sein eigenes Auto. Rund 200 Euro muss er dafür monatlich zahlen – was in etwa 30 bis 40 Prozent der Einkünfte seines Nebenjobs entsprechen. „Es war für mich eine ganz klare Entscheidung, mir ein Auto anzuschaffen, da mir viel daran liegt, mobil zu sein. Letztlich muss da jeder seine eigenen Prioritäten setzen“. Ein guter Tipp von Lennart zum Thema „Online-Banking“: Push-Benachrichtigungen für Abbuchungen aktivieren! „Auf diese Weise ist man immer auf dem Laufenden, wofür Geld abgeht.“

Karina (16), Kostenfaktor: Glutenunverträglichkeit

Gemütliches Hotel Mama und regelmäßiges Taschengeld? Gibt es bei Karina nicht! Die finanziellen Erfahrungen, die die meisten erst nach dem Studium mit Anfang/Mitte 20 machen, erlebt sie bereits jetzt: Die 16-Jährige wohnt allein und kommt für Miete und Haushaltskosten selbst auf. Was neben den Fix-Kosten einen enormen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt: ihre Glutenunverträglichkeit. Im Supermarkt muss sie genau hingucken, welche Produkte für sie in Frage kommen. Das kostet nicht nur Nerven, sondern auch richtig Geld. Für eine Packung Nudeln zahlt der Normalverbraucher ungefähr 40 Cent. Mit 2 Euro pro Packung muss Karina deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Fotos und Texte: Leyla Trebbien

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