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Aktuelles Profil: David ...

… ist 20 Jahre alt und arbeitet im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes in einem Altenheim. Damit engagiert er sich nicht nur sozial, sondern legt auch einen Grundstein für seine Altersvorsorge. Denn obwohl er nur ein kleines Taschengeld verdienen darf, zahlt sein Arbeitgeber Rentenbeiträge für ihn und erhöht damit Euro für Euro seine Rentenansprüche.

Wenn ihr wie David einen Bundesfreiwilligendienst, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen freiwilligen Wehrdienst absolviert, geht euch die Zeit also nicht für die Rente verloren. Im Gegenteil: Die Dienstzeit wird außerdem auf die sogenannten Wartezeiten in der Rentenversicherung angerechnet, bei denen jeder Monat zählt.

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  1. Hilfe bei Unfall oder Krankheit

    Rehabilitation: Wieder fit werden für den Job

    Wenn ihr krank seid oder durch einen Unfall arbeitsunfähig werdet, dann zahlt der Arbeitgeber bis zu sechs Wochen lang Lohn oder Gehalt weiter. Danach hilft euch eure Krankenkasse. Aber auch die gesetzliche Rentenversicherung kann euch in diesem Fall unterstützen.

    Erstes Ziel: Wieder gesund werden

    Wenn eine Krankheit länger andauert oder zu einer Behinderung werden kann und die Gefahr besteht, dass ihr auf längere Sicht nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten könnt, unterstützt euch die Rentenversicherung. Sie bietet euch zum Beispiel Rehabilitationsleistungen, um euch gesundheitlich wieder fit für einen Job zu machen.

    Neben der medizinischen Rehabilitation bietet die Rentenversicherung auch eine Vielzahl sogenannter „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ an. Sie unterstützt beispielsweise den Arbeitgeber bei der Umgestaltung des Arbeitsplatzes, damit ihr trotz Behinderung weiter arbeiten könnt. Ist eine Umschulung oder Fortbildung nötig, übernimmt die Rentenversicherung die Kosten und zahlt in dieser Zeit ein monatliches Übergangsgeld. Sie finanziert sogar eure Unterkunft und Verpflegung, sollte der Ausbildungsort nicht in der Nähe eures Wohnorts liegen. Wenn all diese Maßnahmen nicht dazu führen, dass ihr wieder voll arbeiten könnt, unterstützt euch die gesetzliche Rentenversicherung mit einer Erwerbsminderungsrente dabei, euren Lebensunterhalt zu finanzieren.

    Lasst euch beraten

    Für die Rehabilitationsleistungen können neben der gesetzlichen Rentenversicherung unter anderem auch die Kranken- und Unfallversicherungen oder die Arbeitsagenturen zuständig sein. Experten findet ihr unter www.reha-servicestellen.de. Oder ihr wendet euch einfach an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Die Adressen findet ihr auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung.de.


  2. Hinterbliebenenrente

    Hinterbliebenenrente: Hilfe, wenn die familiäre Unterstützung wegfällt

    Kinder können in der Regel längstens bis zu einem Alter von 27 Jahren eine Waisenrente der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen, wenn sie einen oder beide Eltern verlieren. Voraussetzung dafür ist, dass der verstorbene Elternteil mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war.

    So lange wird Waisenrente gezahlt

    In der Regel wird die Waisenrente bis zu eurem 18. Geburtstag gezahlt. Wenn ihr dann aber noch zur Schule geht, eine Ausbildung macht oder studiert, bekommt ihr die Waisenrente weiter gezahlt, in der Regel aber längstens bis ihr 27 Jahre alt seid. Auch wenn ihr ein freiwilliges soziales Jahr, ein freiwilliges ökologisches Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst leistet, könnt ihr eine Waisenrente über den 18. Geburtstag hinaus beziehen.

    Für freiwillig Wehrdienstleistende kann es eine Ausnahme geben: Wenn ihr eure Ausbildung (Schule, Studium oder Berufsausbildung) für den freiwilligen Wehrdienst unterbrecht, dann werden die Rentenzahlungen, die eigentlich mit 27 Jahren enden, um genau diese Zeit verlängert. Denn während des Wehrdiensts bekommt man keine Waisenrente. Dabei verlängert sich die Waisenrente jedoch maximal um sechs Monate – die Zeit des früheren Grundwehrdiensts.

    Waisenrente und eigenes Einkommen

    Wenn ihr älter als 18 seid, Waisenrente bekommt und Geld verdient, müsst ihr Folgendes wissen: Wenn das Einkommen eine bestimmte Grenze übersteigt, wird es auf die Waisenrente angerechnet. Die fällt dann geringer aus. Wohnt ihr in den alten Bundesländern, dürft ihr 503,54 Euro im Monat hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. In den neuen Bundesländern sind es rund 464,46 Euro.

    Wenn ihr studiert und nach dem BAföG gefördert werdet, wirkt sich die Waisenrente darauf aus: Ein Anteil von 125 Euro eurer Waisenrente wird bei der BAföG-Berechnung nicht berücksichtigt, der Rest wird angerechnet.


  3. Zusätzliche Vorsorge

    Zusätzliche Vorsorge: Über die gesetzliche Rente hinaus

    Es ist wichtig, zusätzlich zur gesetzlichen Rente auch privat vorzusorgen – etwa mit der staatlich geförderten Riester-Rente oder der betrieblichen Altersvorsorge. So könnt ihr sicherstellen, dass ihr euren Lebensstandard auch im Alter haltet. Und je früher ihr mit der Altersvorsorge anfangt, desto mehr Geld bekommt ihr später ausbezahlt. Über die verschiedenen Möglichkeiten der zusätzlichen Altersvorsorge könnt ihr euch in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung oder kostenlos unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 4800 informieren.

    Vorsorge mit staatlicher Hilfe

    Wenn ihr privat mit einer Riester-Rente vorsorgt, fördert euch der Staat mit Zuschüssen und Steuervergünstigungen. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr gesetzlich rentenversichert seid - zum Beispiel, wenn ihr einen Minijob habt und die Rentenversicherungsbeiträge eures Arbeitgebers durch eigene Zahlungen auf Pflichtbeiträge aufstockt. Auch Eltern mit Erziehungszeiten, Beamte oder versicherungspflichtige Selbstständige können gefördert werden. Bei Ehepaaren reicht es aus, wenn ein Partner die Anforderung erfüllt. Wenn beide in ihren Altersvorsorgevertrag mindestens 60 Euro im Jahr einzahlen, können beide auch die Riester-Förderung erhalten.

    Damit ihr die vollen Zulagen zur Riester-Rente bekommt, müsst ihr einen bestimmten Teil eures Bruttoeinkommens sparen – derzeit sind das vier Prozent eures Bruttoeinkommens im Vorjahr. Wer zu diesem Zeitpunkt kein oder nur ein sehr geringes Einkommen hatte, muss mindestens 60 Euro als Eigenbetrag zahlen, um die volle Zulage zu bekommen.

    Diese Zulage zur Riester-Rente hat der Staat festgesetzt. Werden die Voraussetzungen für die volle Förderung erfüllt, bekommt man eine Zulage von 154 Euro im Jahr. Wer für seine Kinder Kindergeld erhält, bekommt noch mal 185 Euro pro Kind dazu. Für alle ab dem 1. Januar 2008 geborenen Kinder beträgt die Zulage sogar 300 Euro pro Jahr. Wer als Berufseinsteiger unter 25 Jahren mit einem Riester-Vertrag vorsorgt, kann einmalig einen Bonus von 200 Euro bekommen. Die Zulagen werden anteilig gekürzt, wenn ihr weniger als den vorgeschriebenen Betrag spart. Mindestens müsst ihr aber 60 Euro einzahlen.

    Neben den Zulagen vom Staat könnt ihr auch noch Steuern sparen, weil ihr einen Teil eures Einkommens für die Altersvorsorge verwendet – und das wird steuerlich gefördert. Es gibt außerdem die Möglichkeit, die eigenen vier Wände mit einem Riestervertrag zu finanzieren.

    Beispiel: So funktioniert die Riester-Rente

    Ihr seid Single, kinderlos, habt einen guten Job und damit einen Anspruch auf die Riester-Rente. Euer Bruttoeinkommen beträgt 2.000 Euro im Monat. Macht im Jahr 24.000 Euro. Ihr müsst davon vier Prozent (inklusive der Zulagen) in die Riester-Rente stecken, um die volle Förderung zu erhalten. Also im Jahr 960 Euro. Die Grundzulage, die ihr pro Jahr bekommt, beträgt 154 Euro. Diese könnt ihr von den 960 Euro abziehen. Ihr selbst zahlt also nur noch 806 Euro ein.

    Zusätzlich könnt ihr dann im Folgejahr beim Lohnsteuerjahresausgleich oder der Einkommenssteuererklärung die gezahlten Altersvorsorgebeiträge angeben und dadurch noch eine Steuerrückzahlung erhalten.

    Bei der Riester-Rente ist das gesparte Kapital auch abgesichert, wenn ihr Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) bezieht: Seid ihr arbeitslos, dann ist eure steuerlich geförderte Riester-Rente geschützt. Auch wenn ihr Arbeitslosengeld II bekommt, könnt ihr den Vertrag mit geringen Beiträgen weiterlaufen lassen.

    Der Chef macht mit – betriebliche Altersvorsorge

    Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Es gibt viele Formen dieser zusätzlichen Altersvorsorge: Ihr könnt zum Beispiel als Arbeitnehmer einen Teil eures Bruttogehalts sparen. Das Geld wird euch dann nicht ausgezahlt, sondern ohne vorherige Steuer- und Sozialversicherungsabzüge voll für euch gespart. In einigen Fällen zahlt der Arbeitgeber sogar etwas dazu. Da das aber von Fall zu Fall anders ist, solltet ihr mit eurem Chef oder mit jemandem aus der Personalabteilung sprechen. Mit der Abwicklung selbst habt ihr nicht mehr viel zu tun: Vom Vertragsabschluss mit der Versicherung bis zur Überweisung der Beiträge – das alles übernimmt euer Arbeitgeber.


  4. Services

    • Umfassende Informationen zum Bundesfreiwilligendienst bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website:
      www.bundesfreiwilligendienst.de
    • Tipps und Links zum Freiwilligen Sozialen Jahr und zum Freiwilligen Ökologischen Jahr bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
      www.bmfsfj.de
    • Auch der Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) informiert allgemein über das FSJ:
      www.pro-fsj.de
    • Informationen zum freiwilligen Wehrdienst gibt es auf den Seiten der Bundeswehr:
      www.bundeswehr.de
    • Für junge Leute, die an einer Karriere bei der Bundeswehr interessiert sind, gibt es die Seite
      mil.bundeswehr-karriere.de
    • Viele Informationen zum Europäischen Freiwilligendienst findet ihr auf den Seiten von "Jugend für Europa", der Deutschen Agentur für das EU-Programm "Jugend in Aktion":
      www.go4europe.de

  5. Umfrage: Wofür arbeitet ihr?

    Wofür arbeitet ihr? In unserer Online-Umfrage findet ihr Beispiele für Ziele, die man sich setzen kann oder eben auch nicht - welches Ziel ist euch am allerwichtigsten? Macht mit


Weiterführende Informationen

Zeitung

Riester-Rente: Mit fünf Euro im Monat bist du dabei

September 2014 - Auch wer noch nicht toll verdient, kann sich eine Riester-Rente leisten und staatliche Zulagen erhalten. Auch Schüler dürfen schon eine Riester-Rente abschließen.

Zeitung

Sozial engagiert und zugleich versichert

Dezember 2013 - Nach dem Schulabschluss erst einmal in die Praxis? Viele entscheiden sich für ein freiwilliges soziales Jahr, ein freiwilliges ökologisches Jahr, für den Bundesfreiwilligendienst oder auch für den freiwilligen Wehrdienst, bevor es mit der Ausbildung oder dem Studium weitergeht. Zählt diese Zeit für die spätere Rente? Der Rentenblicker gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Zeitung

Zur Orientierung und fürs Alter – das FSJ und FÖJ

September 2012 - Auch in diesem Jahr entschließen sich viele Jugendliche und junge Erwachsene dazu, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr zu absolvieren. FSJler und FÖJler gewinnen nicht nur Erfahrung, sondern auch für das Alter.