Rentenblicker - Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

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Glossar

Wenn du anfängst, dich mit dem Thema Rente zu beschäftigen, tauchen auf einmal viele Begriffe auf, die du vielleicht noch nicht kennst. Umlageverfahren oder Rentenformel zum Beispiel. Diese und weitere Worte wollen wir dir im Glossar erklären.
Du bist über einen Begriff gestolpert, der im Rentenblicker-Glossar noch fehlt? Dann melde dich übers Kontaktformular bei uns! Wir helfen dir gerne und sorgen dafür, dass du den Durchblick behältst. 

Buchstaben

Banksparplan

Mit einem Banksparplan legst du regelmäßig Geld auf einem Bankkonto an. Meist zahlst du monatlich einen festen Betrag, den du über einen Dauerauftrag direkt von deinem Girokonto auf zum Beispiel ein Tagesgeldkonto überweist. Dafür bekommst du Zinsen – zurzeit leider meist wenig. Je mehr Geld auf dem Konto ist, desto höher fallen deine Zinserträge aus. Mit dieser Form der Geldanlage gehst du kein großes Risiko ein, denn Banksparpläne gelten als sehr sicher. Dafür sind die Zinsen in der Regel nicht so hoch. Das Geld kannst du – unter Berücksichtigung einer möglichen Kündigungsfrist – auch wieder abheben. Und für bestimmte Banksparpläne kannst du auch eine Riester-Förderung bekommen.

Bausparvertrag

Mit einem Bausparvertrag kannst du für eine eigene Wohnung, eine Renovierung, einen Hausbau oder die Anschaffung von Möbeln sparen. Du schließt den Bausparvertrag mit einer Bausparkasse ab und legst eine Bausparsumme fest. Dann sparst du erstmal etwa 30 bis 50 Prozent der Summe an. Über den Rest der Summe kannst du dann ein Darlehen beantragen. Das heißt, die Bausparkasse gewährt dir einen Kredit und du zahlst in der Regel weiter deine monatlichen Sparraten, um den Kredit zu tilgen. Die Zinsen, die du für das Darlehen zahlen musst, werden schon beim Abschluss des Bausparvertrages festgelegt.

Beamte

Beamte sind Beschäftigte des Bundes, der Bundesländer oder der Gemeinden oder sind bei deren Institutionen beschäftigt. Sie übernehmen hoheitliche Aufgaben für das Gemeinwesen und stehen in der Regel in einem lebenslangen Dienst- und Treueverhältnis zu ihrem Dienstherrn. Dazu zählen beispielsweise Polizisten, Staatsanwälte und Feuerwehrleute. Lehrer und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen können ebenfalls Beamte sein. Beamte bekommen keine gesetzliche Rente aus der Deutschen Rentenversicherung, sondern eine Beamtenversorgung vom Staat.

Beamtenversorgung

Beamte sind – anders als Arbeitnehmer – nicht durch die Sozialversicherung abgesichert. Ihre Absicherung übernimmt der Staat als Dienstherr. Er zahlt nicht nur das Gehalt während der Dienstzeit, sondern auch die Beamtenpension danach. Beamte müssen deshalb auch keine Sozialabgaben wie zum Beispiel Beiträge in die Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Die Pensionen der Beamten werden aus Steuergeldern finanziert. Der Staat als Dienstherr beteiligt sich mit der Beihilfe auch an den Kosten, wenn ein Beamter krank wird, und er zahlt Witwen- oder Waisenrenten.

Beiträge zur Rentenversicherung

Die Rentenversicherung wird – wie die anderen Zweige der Sozialversicherung – im Wesentlichen über die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Dazu kommen Zuschüsse vom Staat und Steuerzuschüsse. Die Höhe der Rentenbeiträge richtet sich nach dem festgelegten Beitragssatz. Du zahlst die eine Hälfte des Rentenbeitrags, die andere Hälfte übernimmt dein Arbeitgeber. Die Beiträge zur Rentenversicherung wie zu den anderen Sozialversicherungsträgern gehen direkt von deinem Bruttogehalt ab.

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, bis zu welchem Betrag deines Gehalts du Sozialversicherungsbeiträge zahlen musst. Wenn du irgendwann mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdienst, musst du für den Teil deines Gehalts, der darüber liegt, keine Sozialabgaben zahlen. Es gibt zwei unterschiedliche Werte: Einen für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung und einen für die Kranken- und Pflegeversicherung. 2019 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die allgemeine Rentenversicherung bei 6.700 Euro im Monat.

Beitragssatz

Der Beitragssatz legt den Anteil deines Arbeitsverdienstes fest, den du und dein Arbeitgeber anteilig an die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Je höher dein Einkommen ist und je mehr du deshalb in die Rentenversicherung einzahlst, desto mehr Entgeltpunkte sammelst du – und desto mehr Rente bekommst du später.

Berufseinsteigerbonus

Den Berufseinsteigerbonus von einmalig 200 Euro bekommen junge förderberechtigte Sparer, die eine Riester-Rente abschließen und den Mindestbeitrag in den Vertrag eingezahlt haben. Der Berufseinsteigerbonus ist quasi ein einmaliges Willkommensgeschenk. Du bekommst ihn, wenn du unter 26 Jahre alt bist und einen Riester-Sparvertrag abgeschlossen hast.

Berufsgenossenschaft

Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie sorgen gemeinsam mit den Betrieben dafür, dass gesundheitliche Risiken in den Betrieben erkannt und behoben werden, damit es nicht zu Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten kommt. Wenn doch etwas passiert, kommt die Berufsgenossenschaft für die Behandlung auf und zahlt Reha- Maßnahmen und Renten.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sicherst du deine Arbeitskraft ab. Du zahlst einen monatlichen oder jährlichen Beitrag und dafür bekommst du eine private Zusatzrente, wenn du deinen erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Die BU kann eine sinnvolle Ergänzung zur Erwerbsminderungsrente sein. Aber weil es bei deren Abschluss so viel zu beachten gibt und so eine Versicherungspolice sehr teuer sein kann, solltest du dich vor dem Abschluss am besten unabhängig beraten lassen, z. B. von der Verbraucherzentrale.

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge sorgst du über deinen Arbeitgeber fürs Alter vor. In der Regel schließt dein Arbeitgeber einen Vorsorgevertrag bei einem Anbieter für dich ab. Meist läuft das über die Entgeltumwandlung. Dein Arbeitgeber leitet die monatlichen Beiträge dafür direkt von deinem Gehalt an den Anbieter weiter. Seit 2019 muss dein Arbeitgeber eingesparte Sozialbeiträge, maximal 15 Prozent der eingezahlten Summe, zusätzlich drauflegen. In vielen Tarifverträgen ist geregelt, dass auch Azubis Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge haben.

Bundesfreiwilligendienst

siehe Freiwilligendienste

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