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FAQ Studium und Rente

Oktober 2018 – Studium und Rente, was zählt und was muss ich beachten? Zu diesem Thema erreichen uns über das Kontaktformular auf rentenblicker.de viele Fragen.

Deshalb haben wir die wichtigsten Antworten für dich zusammengestellt.

 

 

Hat mein Studium Einfluss darauf, wie hoch meine Rente später ausfällt?
Was bringt mir das Studium in Sachen Rente?
Ich habe mein Studium abgebrochen. Zählt das trotzdem?
Ich studiere im Ausland. Hat das Einfluss auf meine Rente in Deutschland?
Ich mache ein duales Studium. Was gilt da?
Ich studiere berufsbegleitend. Welche Auswirkungen hat das in Sachen Rente?
Ich promoviere. Muss ich Rentenbeiträge zahlen?
Ich jobbe nebenher. Was muss ich beachten, damit mir der Job auch in Sachen Rente etwas bringt?
Kann ich mich als Minijobber von den Rentenbeiträgen befreien lassen?
Wie viel darf ich als eingeschriebener Student eigentlich arbeiten und was gilt für Werkstudenten?
Ich jobbe nur für eine kurze Zeit, z.B. in den Semesterferien. Was muss ich in Sachen Rente beachten?
Ich muss ein Pflichtpraktikum machen. Zählt das für die Rente?
Ich mache in den Semesterferien ein freiwilliges Praktikum. Worauf kommt es dabei an?
Mein Studium hat länger gedauert. Ist die Zeit jetzt für mein Rentenkonto verloren?

Hat mein Studium Einfluss darauf, wie hoch meine Rente später ausfällt?

Das Studium selbst wirkt sich nicht mehr unmittelbar auf die Rentenhöhe aus. Das war früher mal so. Heute zählt das Studium als Anrechnungszeit: Maximal bis zu 8 Jahren schulischer Ausbildungszeiten ab dem 17. Lebensjahr können deinem Rentenkonto gutgeschrieben werden.

So hast du keine Lücken auf dem Konto. Durch das Studium hast du aber auch eine höhere Qualifikation und verdienst in der Regel mehr – und das wirkt sich vorteilhaft auf deine spätere Rente aus.

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Was bringt mir das Studium in Sachen Rente?

Für Leistungen der Rentenversicherung muss man generell eine Mindestversicherungszeit vorweisen können – und das Studium gehört dazu. Die Zeit deines Studiums gilt als Anrechnungszeit und gilt zum Beispiel für die Altersrente für langjährig Versicherte und für schwerbehinderte Menschen.

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Ich habe mein Studium abgebrochen. Zählt das trotzdem?

Ja. Du musst keinen Studienabschluss nachweisen. Du musst nur eine Studienzeiten-Bescheinigung deiner Hochschule vorlegen. In der Regel bekommst du diese automatisch mit der Exmatrikulationsbescheinigung. Wenn nicht, wende dich an dein Studierendenbüro.

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Ich studiere im Ausland. Hat das Einfluss auf meine Rente in Deutschland?

Wo du dein Studium absolvierst, ist der Rentenversicherung egal. Bis zu 8 Jahre der schulischen Ausbildung ab dem 17. Lebensjahr werden als Anrechnungszeiten anerkannt. Sie erhöhen zwar nicht deine Rente, gelten aber als Wartezeiten für bestimmte Leistungen der Rentenversicherung. Und sie verhindern, dass auf deinem Rentenkonto längere Lücken entstehen.

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Ich mache ein duales Studium. Was gilt da?

Duale Studiengänge kombinieren ein theoretisches Studium mit einer betrieblichen Ausbildung. Deshalb betrachtet dich die Rentenversicherung sozusagen als Azubi. Du bist versicherungspflichtig – auch während des theoretischen Teils an der Hochschule. Das heißt, du zahlst von deinem Gehalt Beiträge in die Rentenversicherung ein und dein Arbeitgeber auch.

Wenn du weniger als 325 Euro verdienst, zahlt dein Arbeitgeber die Beiträge allein. Und wenn du kein Gehalt bekommst, tut die Rentenversicherung so, als würdest du doch eins erhalten und dein Arbeitgeber zahlt Beiträge auf Basis eines fiktiven Gehalts von 1 Prozent des Durchschnittsverdiensts in Deutschland. Das sind rund 30 Euro. Das gleiche gilt für ein Studium an einer Berufsakademie (BA).

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Ich studiere berufsbegleitend. Welche Auswirkungen hat das in Sachen Rente?

Wenn du weiterhin arbeitest und nebenher studierst, bist du auch weiterhin ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin. Die Beiträge zur Rentenversicherung werden also von deinem Bruttogehalt abgezogen. Das gilt auch, wenn dein Arbeitsverhältnis für die Zeit deines Studiums ruht, aber dein Arbeitgeber dir weiterhin ein Gehalt zahlt.

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Ich promoviere. Muss ich Rentenbeiträge zahlen?

Wenn du während der Doktorarbeit angestellt bist, bist du normaler Arbeitnehmer – selbst wenn du als Promotionsstudent eingeschrieben bist. Dann zahlst du von deinem Gehalt Rentenbeiträge.

Wenn du nicht angestellt bist, kann es sich für dich lohnen, in dieser Zeit freiwillige Beiträge in die Rentenversicherung zu zahlen. Lass dich am besten von der Rentenversicherung beraten – unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 4800.

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Ich jobbe nebenher. Was muss ich beachten, damit mir der Job auch in Sachen Rente etwas bringt?

Wenn du einen Minijob hast, also höchstens 450 Euro im Monat verdienst, dann zahlst du Rentenversicherungsbeiträge. Das sind für dich als Minijobber derzeit 3,6 Prozent deines Gehalts. Dein Arbeitgeber zahlt zusätzlich für dich Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 15 Prozent deines Gehalts.

Bei einem vollen 450-Euro-Job macht das für dich 16,20 Euro und für deinen Arbeitgeber 67,50 Euro im Monat. Die Beiträge sind zwar niedrig, aber sie steigern später trotzdem deine Rente. Und du sicherst dir Ansprüche auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.

Wenn du mehr als 450 Euro verdienst, gelten andere Regeln: Wenn du zwischen 450 Euro und 850 Euro verdienst, befindest du dich in der sogenannten Gleitzone: Du zahlst reduzierte Rentenbeiträge. Je niedriger der Verdienst in der Gleitzone ist, umso höher ist deine Einsparung.

Verdienst du mehr als 850 Euro, zahlst du deine volle Hälfte der Rentenbeiträge. Das sind derzeit 9,3 Prozent deines Gehalts. Die andere Hälfte zahlt dein Arbeitgeber.

Noch ein Vorteil: Als Minijobber kannst du über die Riester-Rente zusätzlich fürs Alter vorsorgen und dafür Zulagen vom Staat bekommen.

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Kann ich mich als Minijobber von den Rentenbeiträgen befreien lassen?

Ja, das kannst du. Das hat aber Auswirkungen auf deine soziale Absicherung: Da nur noch dein Arbeitgeber Beiträge für dich zahlt, kann es sein, dass du Ansprüche auf Leistungen der Rentenversicherung, wie die Erwerbsminderungsrente im Krankheitsfall, verlierst.

Und: Die Befreiung gilt immer bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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Wie viel darf ich als eingeschriebener Student eigentlich arbeiten und was gilt für Werkstudenten?

In der Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung sind Studenten, die zwar neben dem Studium arbeiten, aber sich überwiegend dem Studium widmen, als sogenannte Werkstudenten versicherungsfrei.

Du giltst hier aber dann als normaler Arbeitnehmer und nicht mehr als Werkstudent, wenn du mehr als 20 Stunden in der Woche oder mehr als 26 Wochen bzw. 182 Kalendertage im Laufe eines Jahres beschäftigt bist. Dann werden Sozialversicherungsbeiträge in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fällig, wenn es sich nicht lediglich um einen Minijob oder eine kurzfristige Beschäftigung handelt.

Die Versicherungsfreiheit als Werkstudent kann aber auch dann gelten, wenn die Beschäftigung zwar mehr als 20 Stunden in der Woche ausgeübt wird, das Studium aber noch im Vordergrund steht. Davon wird grundsätzlich ausgegangen, wenn die Mehrarbeit in den Abend- und Nachtstunden bzw. am Wochenende erfolgt und die Beschäftigung 26 Wochen bzw. 182 Kalendertage im Jahr nicht überschreitet.

Wird die Beschäftigung in den Semesterferien ausgeübt, kommt es nicht darauf an, dass die Mehrarbeit nur in den Abend- und Nachtstunden bzw. am Wochenende erfolgt. In der Rentenversicherung gilt das Werkstudentenprivileg nicht. Siehe Abschnitt „Ich jobbe nebenher

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Ich jobbe nur für eine kurze Zeit, z.B. in den Semesterferien. Was muss ich in Sachen Rente beachten?

Jobbst du nur für eine kurze Zeit, z.B. nur in den Semesterferien und damit zeitlich begrenzt, übst du eine kurzfristige Beschäftigung aus. Dafür zahlst du keine Rentenbeiträge, egal wie viel du verdienst. Und die Zeiten zählen auch nicht für die Rente.

Kurzfristige Beschäftigung bedeutet: Der Job dauert nicht länger als drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr.

Achtung: Beim genannten Arbeitszeitumfang werden mehrere Jobs im Jahr zusammengezählt!

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Ich muss ein Pflichtpraktikum machen. Zählt das für die Rente?

Bei einem Pflichtpraktikum, das in der Studienordnung vorgeschrieben ist, werden dir die Zeiten auf deinem Rentenkonto angerechnet. Es wird als Teil des Studiums gewertet und als Anrechnungszeit berücksichtigt, wenn es sich um ein Zwischenpraktikum handelt. Siehe auch Abschnitt „Was bringt mir das Studium in Sachen Rente

Wenn es ein Vor- oder Nachpraktikum ist, giltst du als Azubi. Siehe auch Abschnitt „Duales Studium

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Ich mache in den Semesterferien ein freiwilliges Praktikum. Worauf kommt es dabei an?

Ein freiwilliges Praktikum zählt nur, wenn du dafür Geld bekommst. Es gelten die gleichen Regelungen wie für Nebenjobs.

Tipp: Ob du für dein Praktikum Geld bekommen musst, erfährst du hier: www.bmas.de

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Mein Studium hat länger gedauert. Ist die Zeit jetzt für mein Rentenkonto verloren?

Nein. Wenn deine schulische Ausbildung nach deinem 17. Geburtstag länger als 8 Jahre gedauert hast, kannst du für diese Zeiten freiwillige Beiträge auf dein Rentenkonto nachzahlen und damit Lücken schließen. Es gibt immer einen Mindest- und einen Höchstbetrag pro Monat, den du einzahlen kannst. Und der wird jedes Jahr neu festgelegt.

Damit kannst du übrigens auch die Lücke zwischen dem 16. und 17. Geburtstag schließen. Denn für die Rente zählen erstmal nur 8 Jahre Schulausbildungszeiten ab dem 17. Geburtstag. Und nachzahlen kannst du bis zu deinem 45. Geburtstag.

Tipp: Die Deutsche Rentenversicherung hat alle Fakten zum Thema Studium und Rente in einer Broschüre zusammengestellt: www.deutsche-rentenversicherung.de

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